Sperre

WhatsApp will Spammer künftig aussperren

WhatsApp will Nutzer, die anderen planlos Nachrichten schicken, künftig aussperren. Die Betreiber von WhatsApp haben in ihren FAQ angekündigt, dass Nutzer, die von anderen häufig blockiert werden oder sonst durch missbräuchliche Nutzung auffallen, gesperrt würden.
Von Marie-Anne Winter
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Der Messenger-Dienst WhatsApp sorgte in der letzten Zeit vor allem wegen seiner hervorragenden Eignung als Spionage-Tool für Aufregung. Seiner Beliebtheit scheint das allerdings wenig anhaben zu können - und das haben auch Spammer erkannt: Kettenbriefe und Spam sind auch bei WhatsApp ein bekanntes Problem. Deshalb wollen die Betreiber von WhatsApp künftig gegen einschlägig auffällig gewordene Störenfriede vorgehen. In den FAQ zum Dienst ist nämlich nun der Hinweis zu finden, dass Nutzer, die negativ aufgefallen sind, künftig temporär ausgesperrt werden sollen.

Unter der Frage "Warum sehe ich die Meldung 'Sie sind vorübergehend von WhatsApp gesperrt'?" erklären die Betreiber:

Wenn wir den Verdacht haben, dass Ihre Konto-Aktivität einen Missbrauch unseres Systems darstellt, wird Ihr Konto vorübergehend gesperrt werden. Sie erhalten in der Anwendung eine Warnmeldung, in der die Dauer der Sperrung mitgeteilt wird.

WhatsApp will Spammer künftig aussperren.WhatsApp will Spammer künftig aussperren. Während der Sperrfrist können Sie nicht auf Ihr WhatsApp-Konto zuzugreifen. Sie können Ihr Konto erst wieder benutzen, nachdem der Countdown-Timer abgelaufen ist. Um mehr Informationen über dieses vorläufige Verbot zu erhalten, tippen Sie auf die Option "Erfahren Sie mehr" auf Ihrem Bildschirm.

Aktivitäten, die zu diesem zeitweiligen Verbot führen können sind:

  • Das Senden zu vieler Nachrichten an Benutzer, die nicht in Ihren Kontakten stehen. Stellen Sie sicher, dass Sie alle Ihre Kontakte in WhatsApp bitten, Ihre aktuelle Nummer in ihre Adressbücher aufzunehmen.
  • Durch das Blockiert-werden von zu vielen Nutzern innerhalb einer kurzen Zeit. Achten Sie darauf, nur mit Menschen zu kommunizieren, die Nachrichten von Ihnen auch erhalten möchten.
  • Das Erstellen zu vieler Gruppen von Benutzern, die nicht in Ihren Kontakten enthalten sind. Stellen Sie sicher, dass Sie alle Ihre Kontakte in WhatsApp bitten, Ihre aktuelle Nummer ihren Adressebücher hinzuzufügen.
  • Das Senden derselben Nachricht an zu viele Nutzer. Verwenden Sie Broadcast-Listen, um die gleiche Nachricht an Ihre Kontakte senden.
  • Sie könnten unsere Nutzungsbedingungen verstoßen haben.
Wenn Sie die Meldung "Ihre Nummer ist in unserem Dienst nicht mehr erlaubt" sehen, lesen Sie in diesem Artikel.
Derzeit ist noch ist nicht bekannt, wie häufig ein Account von anderen WhatsApp-Nutzern blockiert worden sein muss, um gesperrt zu werden. Auch was "zu viele" Nachrichten sind, wird nicht weiter ausgeführt, genauso wenig ist klar, wann man "zu viele" Gruppen erstellt hat. Und auch wie lange die temporäre Sperre anhalten soll, ist derzeit nicht bekannt - das wird also erst die Praxis zeigen.

Andererseits ist es aber keineswegs schlecht, wenn sich ein Anbieter Gedanken darüber macht, wie er seine Nutzer vor Spam und missbräuchlicher Nutzung seiner Dienste schützen kann.

Freunde sinnfreier Kettenbriefe sollten sich jedenfalls Gedanken darüber machen, ob ihre Kontakte tatsächlich mit Spamnachrichten zugemüllt werden wollen, oder sie ihr Konto tatsächlich nutzen, um mit anderen zu kommunizieren.

Und allen, die sehnlichst auf die VoIP-Funktion für WhatsApp warten, sei verraten, dass es inzwischen erste Hinweise auf WhatsApp Call gibt - weitere Einzelheiten gibt es in unserer Meldung dazu.

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