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WhatsApp: Multi-Device-Funktion stark eingeschränkt

Zumin­dest zum bevor­ste­henden Start des Beta-Tests wird die Multi-Device-Funk­tion von WhatsApp viele poten­zielle Inter­essenten enttäu­schen.

WhatsApp enttäuscht mit Multi-Device-Funktion WhatsApp enttäuscht mit Multi-Device-Funktion
Logo: WhatsApp, Foto/Montage: teltarif.de
Die Multi-Device-Funk­tion ist eines der am meisten gefragten neuen Features bei WhatsApp. Nun steht die Einfüh­rung zumin­dest im Rahmen eines Beta-Tests kurz bevor, wie das Online­magazin WA Beta Info berichtet. Demnach könnte die Möglich­keit, WhatsApp parallel auf bis zu vier Geräten zu nutzen, noch im Sommer umge­setzt werden.

Ganz so, wie viele Inter­essenten sich das Feature vorstellen, wird es den Angaben zufolge aber zumin­dest vorerst nicht funk­tio­nieren. Nicht etwa zusätz­liche Smart­phones oder Tablets werden sich demnach in den WhatsApp-Account einbinden lassen. Statt­dessen soll die Multi-Device-Unter­stüt­zung vorerst nur für WhatsApp Web, WhatsApp Desktop und Portal, das smarte Face­book-Display, zur Verfü­gung stehen.

Multi-Device-Funk­tion mit mini­malem Mehr­wert

WhatsApp enttäuscht mit Multi-Device-Funktion WhatsApp enttäuscht mit Multi-Device-Funktion
Logo: WhatsApp, Foto/Montage: teltarif.de
Webba­siert und mit Desktop-Client kann WhatsApp aber auch jetzt schon genutzt werden. Einziger Unter­schied: Künftig muss das Smart­phone bei der Nutzung des Messen­gers über den Computer nicht zwin­gend mit dem Internet verbunden sein. Statt­dessen lassen sich die Web- und Desktop-Version des Messen­gers auch dann nutzen, wenn das Handy nicht parallel online ist.

Auf der anderen Seite soll die Multi-Device-Unter­stüt­zung auf vier Geräte begrenzt werden. Das ist sogar eine Verschlech­terung gegen­über dem Ist-Zustand. Derzeit kann ein WhatsApp-Account auf mehr als drei Compu­tern ange­meldet werden - nur eben nicht gleich­zeitig. Das ist zum Start der neuen Funk­tion nicht weiter schlimm, weil die bishe­rige Nutzung weiterhin möglich ist. In Zukunft ist das aber durchaus eine Verschlech­terung.

Beta-Test mit Risiken und Neben­wir­kungen

Mit der Multi-Device-Funk­tion soll auch die Möglich­keit geschaffen werden, Chat-Verläufe von Android zu iOS mitzu­nehmen und umge­kehrt. Wer am Beta-Test teil­nimmt, soll aber nur noch mit Kontakten chatten können, die eben­falls eine aktu­elle WhatsApp-Version instal­liert haben. Auch das könnte Probleme mit sich bringen. Nicht jeder hält die Soft­ware immer auf dem neuesten Stand.

Unter dem Strich startet das Multi-Device-Feature von WhatsApp eher als Enttäu­schung und nicht als Inno­vation. Vorerst sind keine Tablet-Apps in Sicht und es fehlt die Möglich­keit, den Messenger auf einem zweiten Smart­phone zu instal­lieren. Die fehlende Kompa­tibi­lität mit älteren WhatsApp-Clients lässt die Funk­tion schlicht unbrauchbar werden, da man keinen Einfluss darauf hat, wann welche Chat-Partner die Apps auf ihren Smart­phones aktua­lisieren. In einer weiteren Meldung berichten wir darüber, welche Design-Ände­rungen WhatsApp vorge­nommen hat.

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