Überraschend?

Whatsapp entwickelt sich zur Facebook-Gefahr

Was hier in Deutschland bekannt ist, scheint in den USA überraschend
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Dass Facebook ein Image-Problem hat, ist hierzulande durchaus bekannt. Auch in den USA spricht sich das langsam herum. Erst vor Kurzem sorgte ein Blogeintrag einer 13-Jährigen auf Mashable für Aufruhr. Facebook sei für Alte, sie nutze Instagram, Vine oder Snapchat. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bestreitet jedoch vehement, dass dies ein echtes Problem sei. Einer Studie der Akademie der Medien in Stuttgart und Mindshare Marketing zufolge nutzen auch deutsche Jugendliche (18 bis 25 Jahre) Facebook immer kürzer. Demzufolge verbrachten die Befragten mehr als eine Stunde am Tag auf Whatsapp, während es bei Facebook durchschnittlich nur 44 Minuten waren.

David gegen Goliat - Stürzt Whatsapp Facebook vom Thron?David gegen Goliat - stürzt Whatsapp Facebook vom Thron? Was sich hier in Deutschland schon länger abzeichnet, scheint nun auch in den USA immer mehr Beachtung zu finden. Obwohl Whatsapp ein Start-Up zweier ehemaliger Yahoo-Mitarbeiter ist und seinen Sitz in Kalifornien hat, wurde der Messenger in den Staaten bislang wenig beachtet. Eine Ausnahme stellen wohl Gerüchte dar, nach denen der Suchmaschinengigant Google die Messaging-App übernehmen wollte. Der Marktwert selbiger wird mittlerweile auf 2 Milliarden US-Dollar geschätzt. Die Gerüchte wurden damals allerdings sehr schnell von einem der Whatsapp-Gründer dementiert. Abzuwarten bleibt, ob Facebook einen erneuten beziehungsweise offiziellen Anlauf unternimmt, die App zu übernehmen, denn auch in den USA wird das Interesse wie erwähnt anscheinend größer.

In den USA wird Whatsapp plötzlich zur Bedrohung

Die US-Internetseite Business Insider titelt derzeit, Whatsapp sähe plötzlich nach einer großen Bedrohung für Facebook aus. Dem Artikel zufolge nutzen immer mehr Menschen die Gruppenchat-Funktion von Whatsapp. Viele hielten dies für sicherer, da man bei dem Messenger ja ausschließlich mit seinen bereits vorhandenen Kontakten kommunizieren könne. Bei Facebook hingegen könnte man, zumindest theoretisch, von jedem angeschrieben werden.

Einer Analyse von Seekingalpha.com nach nutzen viele Whatsapp mittlerweile auch einfach nur, um in Kontakt zu bleiben und Statusnachrichten sowie Bilder zu versenden. Gerade bei High-School-Schülern gewinnt der Messenger zusehends an Bedeutung. Die Eltern der Schüler wiederum seien zufriedener, weil die Risiken für die Privatsphäre bei Whatsapp nicht so groß seien wie bei Facebook. Business Insider weist weiter daraufhin, dass diese Entwicklung auch in Israel zu beobachten ist. In Südafrika habe gar die Anzahl der App-Downloads bereits die von Facebook überholt.

Ein Saudi-arabischer Richter scheint die Bedeutung von Whatsapp beziehungsweise der versandten Nachrichten noch höher einzuschätzen. Er erlaubte eine Scheidung, nachdem ein Mann seine Frau per Whatsapp-Nachricht entlassen hatte. Auch die Einwände des Mannes, er habe die Nachricht aus Versehen verschickt, halfen anscheinend nicht viel.

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