Fake-Kettenbrief

Falle: Bewegliche Emojis via WhatsApp-Kettenbrief

Erneut kursiert auf WhatsApp ein Fake-Kettenbrief, der mit dem leeren Versprechen beweglicher Emojis Nutzer-Daten erschleichen will.
Von Paol Hergert
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WhatsApp-Nutzer aufgepasst: Erneut kursiert ein Fake-Kettenbrief auf der Plattform, der mit leeren Versprechungen versucht, den Nutzern Kundendaten zu entlocken sowie Drittanbieter-Apps auf dem Smartphone zu installieren. Erst kürzlich haben wir über einen ähnlichen Fall berichtet, in dem Nutzern mit einem falschen H&M-Gewinnspiel die Daten entlockt werden sollten. Dieses mal lautet der Text des potenziell gefährlichen Kettenbriefes: "Kraaasss! es gibt jetzt Emojis, die sich bewegen! Schalte jetzt die neuen beweglichen Emojis frei! http://getemoji.de/2016/", und zielt vor allem auf Kinder und Jugendliche ab.

WhatsAppWhatsApp Die Internetseite des österreichischen Vereines zur Aufklärung von Internetbetrug, Falschmeldungen und Computersicherheit, Mimikana, warnt WhatsApp-Nutzer zum wiederholten Male vor einem Kettenbrief, der allzu leichtgläubigen Nutzern ein neues Feature verspricht, falls diese die Nachricht weiterleiten. Das leere Versprechen der Nachricht betrifft bewegliche Emojis, welche der Leser zur Verfügung gestellt bekommen soll, sobald er die über den Link am Ende des Kettenbriefes weitere 13 mal versendet hat. Im teltarif.de-Test hat sich gezeigt, dass die Nachricht über einen Smartphone-Browser geteilt werden muss, was ein weiteres Indiz für gefährliche Schadsoftware ist. Zweifelsohne wirkt sich der Hype um Apple's neue Animoji auf die rasante Verbreitung des Kettenbriefes aus, denn seitdem der Hersteller die virtuellen Masken vor wenigen Monaten vorgestellt hat, erfreuen sich diese größter Beliebtheit.

Die Kettenbrief-Falle
Die Kettenbrief-Falle

App-Installation im Hintergrund statt Emojis

Im Praxistest hat Mimikana herausgefunden, dass der Nutzer, sobald er die Nachricht über diese spezielle Seite an 13 Kontakte, oder alternativ an 3 Gruppen, versendet hat, automatisch auf eine ganze Reihe unseriöser Webseiten weitergeleitet wird, die zu allem Überfluss den Download von Apps im Hintergrund auslösen. Sollte der unglückliche Benutzer nun weder den Download und die Installation dieser gefährlichen Apps bemerkt-, noch eine sogenannte Drittanbietersperre eingerichtet haben, kann es zudem richtig teuer werden.

Mimikana hat sich als Versuchskaninchen bereitgestellt und zum Testen der Schadsoftware Download und Installation zugelassen. Wenig überraschend kam kurze Zeit darauf eine Fehlermeldung bezüglich einer fehlerhaften Rechnungsstellung. Hätten die Österreicher keine Drittanbietersperre eingerichtet, wären sie nun in ein kostenpflichtiges Abo hineingerutscht.

Wie auch Sie diese nützliche Drittanbietersperre einrichten können, haben wir in unserem Ratgeber zum Thema zusammengefasst.

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