Messenger-Bedingungen

WhatsApp: Neue AGB bleiben mit kleiner Ausnahme optional

WhatsApp schließt die Akte um seine neuen AGB mit der finalen Entschei­dung, diesen nicht zwin­gend zustimmen zu müssen. Ledig­lich die Kontakt­auf­nahme mancher Busi­ness-Acounts erfor­dert eine AGB-Einwil­ligung.

Mit den geän­derten Geschäfts­bedin­gungen und dem Druck auf die Anwender, diesen zuzu­stimmen, machte sich WhatsApp Inc. keine Freunde. Nach und nach ruderte das Entwick­ler­studio beim AGB-Zwang zurück, jetzt steht endgültig fest, dass sie nur optional akzep­tiert werden müssen. Das Unter­nehmen hat sich für eine Lösung entschieden, die private Anwender nur gering beein­träch­tigen dürfte. Ledig­lich bei der Kontakt­auf­nahme mit bestimmten geschäft­lichen Accounts ist eine Zustim­mung der AGB erfor­der­lich. Mit Familie und Freunden können Anwender weiterhin ohne Einschrän­kungen kommu­nizieren.

WhatsApp: Neue AGB bleiben optional

WhatsApp entschärft den AGB-Zwang WhatsApp entschärft den AGB-Zwang
WABetaInfo
Das Jahr star­tete für den Messenger WhatsApp holprig, mit den neuen Allge­meinen Geschäfts­bedin­gungen stieß die Face­book-Tochter ihren Anwen­dern vor den Kopf. Es sollten Daten mit dem Mutter­kon­zern getauscht werden, was viele Verbrau­cher ablehnten. Es begann ein großes Abwan­dern von Usern zu Konkur­renz­pro­dukten wie Signal oder Tele­gram. Auch ein State­ment seitens WhatsApp Inc., dass sich in der EU nichts ändern würde, beschwich­tigte die Anwender nicht. Erschwe­rend kamen Benach­tei­ligungen für User hinzu, die den AGB nicht zustimmten.

Die Misere hat nun ihr vorläu­figes Ende gefunden, wie WABetaInfo berichtet. Strafen für unbeug­same Nutzer soll es nicht mehr geben. Statt­dessen wird die nervige Meldung zur Zustim­mung der Allge­meinen Geschäfts­bedin­gungen verschwinden. Ein entspre­chendes Update für Android und iOS befindet sich in Arbeit. Wer privat mit Familie, Freunden und Bekannten chattet, kann dies auch weiterhin ohne das Absegnen der über­arbei­teten AGB.

Sonder­regel bei bestimmten Geschäfts­kon­takten

Ein kleines „aber“ müssen wir dennoch verkünden. Wer mit Firmen über WhatsApp in Verbin­dung treten möchte, kommt unter Umständen nicht an den neuen AGB vorbei. Sobald man einen Geschäfts­kon­takt anschreiben will, der Cloud-Anbieter nutzt, erscheint ein Hinweis auf die Ände­rung der Allge­meinen Geschäfts­bedin­gungen. Nun hat der Nutzer die Wahl, ob er diesen zustimmen möchte oder nicht. Verwei­gert er die Zustim­mung der AGB, kann er nicht mit dem betref­fenden Kontakt kommu­nizieren. Somit muss den ange­passten Vertrags­bedin­gungen nur dann zuge­stimmt werden, wenn deren Ände­rungen es voraus­setzen.

Der Musik-Strea­ming-Dienst Spotify kündigt derweil Kunden, die mit seinen neuen AGB nicht konform gehen.

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