Bei Misstrauen

WhatsApp ohne Kreditkarte bezahlen: Alternativen in der Übersicht

Wir haben eine Übersicht über alternative Zahlungs­möglich­keiten für das WhatsApp-Abo zusammen­gestellt. Die verschiedenen Alternativen reichen von sinnvoll bis lächerlich. Je nach Anbieter unterscheiden sich die Leistungen deutlich.
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Zu behaupten, dass WhatsApp nach dem Verkauf an Facebook wirklich weniger Nutzer hätte, ist wohl übertrieben. Immerhin ver­zeich­neten alter­native Dien­ste wie Threema oder aber auch Telegram, das wegen seines eigenen Ver­schlüsselungs­proto­kolles immer wieder kriti­siert wird, wahre Sprünge in ihren Nutzer­zahlen. Was davon übrig geblieben ist oder bleiben wird, wird die Zukunft zeigen. Selbst wenn man gewechselt ist: Solange die Kontakte nicht mitziehen, bleibt einem nichts anderes übrig, als WhatsApp weiter zu nutzen. Das bedeutet aber auch, dass man irgend­wann für WhatsApp zahlen muss. Bei Android fallen für eine Ver­länge­rung um ein Jahr 89 Cent, um drei Jahre 2,40 Euro und um schließ­lich fünf Jahre 3,34 Euro an.

WhatsApp bezahlen - Die ÜbersichtWhatsApp bezahlen - Die Übersicht Viele Android-Nutzer, die ein gewisses Misstrauen gegenüber Google hegen, stellt dies vor ein Problem. Wer seine Kreditkartendaten nicht bei den Firmen hinter den Appstores hinterlegen will, nicht per Mobilfunkrechnung bezahlen kann, nicht alt genug für PayPal ist, oder keinen Freund findet, der für ihn zahlen will, der kann sein WhatsApp-Abo nicht ohne Weiteres verlängern. Zwar gibt es auch Guthabenkarten, hier bleibt das Restguthaben aber immer im Appstore bestehen. Es kann nicht wieder ausgezahlt werden. In den genannten Fällen kommen die beiden Dienste paymywhatsapp und WhatsApp-Bezahlen ins Spiel. Sie bieten alternative Zahlungswege, die sich in den Kosten aber durchaus unterscheiden. Wir haben die verschiedenen Kosten am Ende des Artikels für Sie in einer Tabelle noch einmal zusammengestellt.

WhatsApp-Bezahlen: Ein neuer Dienst geht an den Start

WhatsApp-Bezahlen [Link entfernt] ermöglicht die Bezahlung per Sofort- oder Banküberweisung, SMS per HandyPay oder auch über das Telefon mithilfe von Call2Pay. Je nach gewähltem Zahlungsweg unterscheiden sich die Kosten und die Bearbeitungszeit. Bei allen Diensten kann die Laufzeit des WhatsApp-Abos um ein, drei oder fünf Jahre verlängert werden. Je nach Dienst fallen zudem entsprechende Gebühren an. Zahlt der Nutzer per Sofortüberweisung, soll der Account innerhalb von fünf bis zehn Minuten verlängert werden. Der Anbieter schreibt auf seiner Internetseite, dass dies dadurch möglich wird, dass das Geld sofort eingeht. Inklusive der Gebühren für die Überweisung kostet die Verlängerung um ein Jahr 2,29 Euro, für drei Jahre fallen 5,34 Euro an und im Falle von fünf Jahren 8,39 Euro.

Die Bearbeitungszeit einer Banküberweisung gibt der Anbieter mit bis ein bis zwei Tagen an, dafür spart der Nutzer sich die Gebühren für eine Sofortüberweisung. Soll WhatsApp ein Jahr länger genutzt werden, schlägt dies mit 1,99 Euro zu Buche, für eine Nutzungsdauer von drei Jahren fallen 4,99 Euro an - wer sein WhatsApp-Abo gleich um fünf Jahre verlängern will, zahlt 7,99 Euro.

Wer sein Abo per SMS bezahlen will, der kann den Dienst HandyPay nutzen. Hier kostet die Verlängerung um ein Jahr 4,99 Euro, um drei Jahre 9,99 Euro und um fünf Jahre 14,99 Euro. Bei den genannten Preisen ist dabei die Servicegebühr schon mit eingerechnet. WhatsApp soll bei dieser Art der Bezahlung in den meisten Fällen bereits nach fünf bis zehn Minuten wieder nutzbar sein.

Die letzte Zahlungsmöglichkeit die WhatsApp-Bezahlen anbietet, heißt Call2Pay und ermöglicht die Bezahlung per Telefon. Die Zahlungen werden hier, wie auch bei HandyPay, mithilfe des Dienstleisters Micropayment durchgeführt. Das bedeutet auch, dass die Preise identisch sind. Auch hier wird der WhatsApp-Account nach fünf bis zehn Minuten wieder aktiviert.

Egal welcher Dienst letztlich gewählt wird, der WhatsApp-Bezahlen fragt den Nutzer nur nach Vornamen, Nachnamen, der E-Mail-Adresse und der WhatsApp-Nummer, genauer also der eigenen Telefonnummer.

paymywhatsapp - Bezahlung per Vorauskasse

paymywhatsapp [Link entfernt] , das wir uns in diesem Test schon einmal genauer angesehen haben, ermöglicht die Verlängerung des WhatsApp-Abos um ein Jahr - für 1,99 Euro. Hier erfolgt die Zahlung per Vorauskasse. Dementsprechend gibt der Anbieter die Lieferzeit mit ein bis zwei Tagen an. Bei einer Zahlung bis 16 Uhr spricht der Anbieter von einer Weiterleitung des Vorgangs an WhatsApp am selben Tag. In unserem Test wurde die Lizenz bereits eine Stunde nach der Überweisung wieder aktiviert.

Allerdings nutzen wir hier noch nicht die Jahres-, sondern eine Vorablizenz. Unterhalten konnten wir uns trotzdem. Die Bestätigung der Verlängerung um ein Jahr traf dann am folgenden Tag ein. Was die Kontaktdetails des Nutzers angeht, zeigt sich paymywhatsapp etwas wissensdurstiger als WhatsApp-Bezahlen. Zusätzlich zum Vor- und Nachnamen sowie der Telefonnummer fragt der Dienst noch nach der Adresse des Nutzers. Die Eingabe einer privaten Telefonnummer und des Geburtsdatums ist immerhin freiwillig.

Fazit: Zahlungsmöglichkeiten bei Micropayment machen wenig Sinn

paymywhatsapp ist bereits länger auf dem Markt als WhatsApp-Bezahlen. Wer etwas Wartezeit verkraften kann, seine Lizenz nur um ein Jahr verlängern will und lieber auf etwas Etabliertes setzt, der könnte mit der Vorauszahlung von paymywhatsapp zufrieden sein.

Soll der Account für mehr als ein Jahr verlängert werden, lohnt es sich aber durchaus einen Blick auf WhatsApp-Bezahlen zu werfen. Hier kann der Nutzer sein WhatsApp-Abo mithilfe einer Banküberweisung zum gleichen Preis verlängern. Auch die Zahlung per Sofortüberweisung, bei der der Anbieter eine Freischaltung innerhalb weniger Minuten verspricht, könnte eine Lösung für Kurzentschlossene darstellen. Sie ist durch die Dienstgebühren des Anbieters zwar etwas teurer, dafür soll die Freischaltung sofort erfolgen. Die Zahlung per Micropayment ergibt aus unserer Sicht aber absolut keinen Sinn.

Der Unwille, seine Kreditkartendaten bei den Betreibern der Appstores zu hinterlegen ist verständlich. Unsere Empfehlung für alle über 18-jährigen ist es jedoch, sich ein PayPal-Konto anzulegen. Zwar ist die Reputation des Dienstes in Sachen Sicherheit nicht die Beste, er ist aber vielfältig einsetzbar und der Nutzer spart gegenüber jeder anderen Zahlungsform Geld – gerade im direkten Vergleich mit Micropayment wäre die Ersparnis gerade zu erschlagend.

Wer sich entschlossen hat, WhatsApp doch den Rücken zu kehren, aber noch kein neues Zuhause gefunden hat, den könnte unsere Übersicht zum Thema Messaging mit dem Smartphone interessieren.

Die Zahlungmöglichkeiten in der Übersicht
Abo-Dauer 1 Jahr 3 Jahre 5 Jahre
WhatsApp - Android
Alle Zahlungsmittel 89 Cent 2,40 Euro 3,34 Euro
paymywhatsapp
Banküberweisung 1,99 Euro - -
WhatsApp-Bezahlen
Banküberweisung 1,99 Euro 4,99 Euro 7,99 Euro
Sofortüberweisung 2,29 Euro 5,34 Euro 8,39 Euro
SMS - HandyPay 4,99 Euro 9,99 Euro 14,99 Euro
Telefon - Call2Pay 4,99 Euro 9,99 Euro 14,99 Euro
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