Vivofit

Garmin Vivofit im Test: Das Ausdauer-Wunder unter den Aktivitäts-Trackern

Mit dem Vivofit wagt sich nun auch der Spezialist für Navigation und Sport-Uhren, Garmin, auf den Markt der Activity Tracker. Wir haben den Vivofit zwei Wochen lang für Sie getestet.

Wie bei den bereits getesteten Fitness-Armbändern ist die Hauptaufgabe des Vivofit, die täglich zurückgelegten Schritte sowie des persönlichen Schlafverhaltens. Wie auch beim Jawbone Up24 und dem Withings Pulse haben wir zur Kontrolle eine Strecke mit dem Vivofit zusammen mit der GPS-Uhr TomTom Runner sowie einem mit der GPS-Software Endomondo ausgestatteten Smartphone zurückgelegt. Dabei waren die Unterschiede wirklich sehr gering, so dass die Daten des Vivofit als recht genau bezeichnet werden können. Allerdings haben wir das Garmin-Gerät auch mit dem Jawbone Up24 und dem Withings Pulse zusammen genutzt. Dabei ist aufgefallen, dass die erfassten Schritte bei den drei Geräten teilweise recht unterschiedlich ausgefallen sind. Interessant ist dabei jedoch, dass die sich die Anzeige der erfassten Kilometer hingegen kaum unterschieden haben.

Garmin Vivofit - Schlafauswertung Garmin Vivofit - Schlafauswertung
Bild: teltarif.de / Thomas Gehring
Um das eigene Schlafverhalten zu erfassen, muss wieder die Taste am Vivofit so lange gedrückt werden, bis im Display "Sleep" erscheint. Danach wechselt das Gerät in den Schlafmodus, welcher nach dem Aufstehen durch nochmaliges Drücken der Taste beendet wird. Die erfassten Schlafdaten werden allerdings nicht direkt am Vivofit angezeigt, sondern erst nach erfolgter Synchronisation in Garmin Connect. Leider fällt der Garmin Vivofit bei der Schlafanalyse hinter die anderen Aktivitäts Tracker zurück. Zeigen diese recht umfangreiche Informationen zum persönlichen Schlafverhalten, so bietet das Gerät von Garmin nur eine simple Grafik, welche anzeigt, wie heftig sich der Nutzer während des Schlafs bewegt hat.

Garmin Connect - Bindeglied zwischen Vivofit, PC und Smartphone

Um die vom Garmin Vivofit gesammelten Daten auszuwerten, führt kein Weg an Garmin Connect vorbei. Dabei handelt es sich sowohl um eine Online-Community als auch um Apps für Smartphones.

Die Apps für iOS und Android bieten neben der Option das Vivofit einzurichten auch die Möglichkeit, die persönlichen Daten übersichtlich aufbereitet einzusehen. Weiterhin bietet die Software den Zugang zu der Online-Community. Damit können Verbindungen zu anderen Garmin-Nutzern hergestellt werden und man kann an Wettbewerben, sogenannten Challenges, teilnehmen. Weiterhin besteht noch die Möglichkeit sein Gewicht zu erfassen sowie ein Wunschgewicht zu definieren.

Die Software für Windows und Mac OS dient der Einrichtung des Gerätes und es können Firmware-Updates für den Vivofit installiert werden. Wer also das Garmin Vivofit ohne Smartphone nutzen möchte muss zwingend das Online-Portal nutzen, um Zugang zu seinen Daten zu erhalten. Dabei bietet die Online-Version von Garmin Connect die gleichen Möglichkeiten wie auch die mobilen Apps. Allerdings muss hier hier gesagt werden, dass die Seiten teilweise extrem langsam laden. Dabei ist es unabhängig, welcher Zugang zum Internet besteht. Oftmals bekommt man den Eindruck, als ob keinerlei Daten übertragen werden würden, bis sich dann urplötzlich die Seite doch noch aufbaut.

Synchronisation und Kompatibilität

Um das Garmin Vivofit mit einem Smartphone zu synchronisieren, setzt dies unter Android mindestens die Version 4.3 und auf der Apple-Seite iOS 7.0 voraus. Weiterhin muss das genutzte Smartphone Bluetooth 4.0 unterstützen. Eine genaue Übersicht findet sich auf der Support-Seite von Garmin.

Kommentar und Fazit nach zwei Wochen Nutzung

Garmin Vivofit - Auswertungen Garmin Vivofit - Auswertungen
Bild: teltarif.de / Thomas Gehring
Ich habe das Garmin Vivofit nun zwei Wochen ohne Pause getragen. Dabei hat der Activity Tracker einen durchweg positiven Eindruck bei mir hinterlassen. Mit dem beiliegenden Armband lässt sich das Vivofit sehr komfortabel tragen ohne je störend zu wirken. Auch waren die erfassten Daten recht genau, wobei sich die Abweichungen gegenüber anderen Fitness-Armbändern in Grenzen hielt. Wo Garmin jedoch definitiv nachbessern muss, sind die mobilen Apps sowie bei dem Online-Portal Garmin Connect. Bei den Apps für iOS und Android bieten die teilweise weniger bekannten Konkurrenten deutlich mehr. Gerade im Bereich der Schlafanalyse hinkt hier Garmin hinterher. Die Grafik, welche der Nutzer präsentiert bekommt ist leider nur wenig aussagekräftig. Es wäre wünschenswert, wenn hier Angaben wie zum Beispiel der Schlafqualität angezeigt werden würden, wie es beim Jawbone Up24 und dem Withings Pulse der Fall ist.

Das Online-Portal Garmin Connect wurde gerade überarbeitet und bietet reichhaltige und grafisch recht gut aufgearbeitete Informationen. Leider bauen sich die Seiten jedoch so langsam auf, dass es teilweise keinen Spaß macht das Portal zu nutzen. Weiterhin wäre es wünschenswert, wenn Firmware-Updates auch über die mobilen Apps möglich wären. Diese Möglichkeit bietet Withings bereits an und macht davon auch rege Gebrauch. Bleibt abzuwarten, ob Garmin diese Funktion implementieren wird. Auch wird es interessant sein zu sehen, ob das Vivofit zukünftig noch weitere Funktionen erhält.

Bei aller Kritik hat mir persönlich das Garmin Vivofit gut gefallen. Mit dem bequemen Armband und dem bei Helligkeit sehr gut ablesbaren Display bietet es das, was ich von einem Fitness-Armband erwarte. Sehr positiv ist auch die Tatsache der austauschbaren Batterien und der dadurch langen Laufzeit. Bei den anderen Aktivitäts-Trackern nervte mich das ständige aufladen der Akkus doch etwas.

Wer sich mit dem Gedanken trägt, sich eines dieser Geräte zu kaufen, sollte das Garmin Vivofit auf jeden Fall in die engere Wahl ziehen.

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