Vivofit

Garmin Vivofit im Test: Das Ausdauer-Wunder unter den Aktivitäts-Trackern

Mit dem Vivofit wagt sich nun auch der Spezialist für Navigation und Sport-Uhren, Garmin, auf den Markt der Activity Tracker. Wir haben den Vivofit zwei Wochen lang für Sie getestet.

In den letzten Wochen haben wir für Sie bereits die Activity Tracker von Fitbit, Jawbone, Withings und von Samsung ausführlich getestet. Heute stellen wir Ihnen einen neuen Mitspieler auf dem Markt der sogenannten Wearables vor: den Vivofit [Link entfernt] aus dem Hause Garmin. Wir haben das Gerät zwei Wochen lang Tag und Nacht getragen und sagen ihnen, wie es sich im Vergleich zu den anderen Sport-Armbändern zu schlagen weiß.

Überblick und Funktionsumfang

Garmin Vivofit im Test - Lieferumfang Garmin Vivofit im Test
Bild: teltarif.de / Thomas Gehring
Der Garmin Vivofit ist direkt bei Garmin für 119 Euro in der Grundversion erhältlich. Dafür erhält der Käufer den eigentlichen Vivofit, zwei unterschiedlich langen Armbändern in der gleichen Farbe, einen USB-ANT-Stick sowie eine kleine Broschüre. Dabei kann zwischen sechs unterschiedlichen Armband-Farben gewählt werden. Wer mit dem Vivofit auch seine Herzfrequenz aufzeichnen möchte, kann auch zu dem sogenannten HRM-Bundle greifen, welches noch einen passenden Herzfrequenz-Sensor enthält.

Bezüglich der Funktionen des Garmin Vivofit unterscheidet sich dieser nicht von den bisher getesteten Activity Trackern, da hier ebenfalls die täglich zurückgelegten Schritte sowie das persönliche Schlafverhalten aufgezeichnet wird. Allerdings hebt sich das Gerät von Garmin dadurch von den anderen Fitness-Armbändern ab, dass es mit einem kompatiblen Herzfrequenz-Sensor gekoppelt werden kann.

Das eigentliche Vivofit ist mit 21 mal 10,5 Millimeter angenehm klein und mit nur 25,5 Gramm schön leicht und kann problemlos in eines der beiliegenden Armbänder eingeklippt werden. Das verbaute E-Ink-Display zeigt dauerhaft die gesammelten Daten an, wobei durch eine am Gerät befindliche Taste durch die verschiedenen Anzeigen geblättert werden kann. Angezeigt werden können die bereits gelaufenen Schritte, das Tagesziel, die Kilometer, verbrauchte Kalorien sowie Uhrzeit und Datum. Ist der Nutzer für mindestens eine Stunde inaktiv, so erscheint am oberen Displayrand ein roter Balken der so lange anwächst bis sich der Träger des Vivofit wieder bewegt.

Dabei ist das Display bei ausreichend Helligkeit ausgezeichnet ablesbar, durch die fehlende Hintergrund-Beleuchtung allerdings nicht mehr bei Dunkelheit. Dies hat allerdings den Vorteil, dass das Vivofit fast ein Jahr mit den Batterien durchhalten soll. Hier findet sich auch gleich ein weiterer Vorteil gegenüber den bisher von uns getesteten Fitness-Armbändern. Der Garmin Vivofit kommt nämlich mit zwei handelsüblichen Knopfzellen vom Typ CR1632 aus, welche auch noch vom Nutzer selbst gewechselt werden können. Damit muss der Activity Tracker nicht alle paar Tage aufgeladen werden. Weiterhin ist das Vivofit laut Garmin bis zu einer Tiefe von 50 Meter wasserdicht.

Inbetriebnahme mit Garmin Connect

Garmin Vivofit: Auswertungen auf der Webseite Garmin Vivofit
Auswertungen auf der Webseite
Bild: teltarif.de / Thomas Gehring
Um den Vivofit in Betrieb zu nehmen, kann dieser über den Desktop-Rechner oder direkt über das Smartphone aktiviert werden. Für Desktop-Rechner wird die Software Garmin Express, welche für Windows und Mac OS X erhältlich ist, benötigt. Für iOS und Android steht die Software Garmin Connect Mobile bereit, welche über die entsprechenden App Stores geladen werden kann.

Wird der Weg über den Desktop-Rechner gewählt, kommt der beiliegende USB-ANT-Stick ins Spiel. Dieser stellt das Bindeglied zwischen Garmin Vivofit und dem Rechner her. Ist die Software für das Betriebssystem der Wahl installiert, muss der am Vivofit befindlich Knopf so lange gedrückt werden bis im Display "Pair" erscheint. Danach verbindet sich das Fitness-Armband mit Garmin Connect und es wird abgefragt, ob der Nutzer schon ein Konto bei Garmin hat. Falls nicht, kann dieses nun angelegt werden und die Einrichtung ist erledigt. Danach können noch persönliche Daten wie Alter und Größe eingegeben werden. Das individuelle Tagesziel, sprich wie viele Schritte zurückgelegt werden sollen, gibt Garmin vor und passt dieses auch täglich, basierend auf der Anzahl der Schritte, an. Allerdings besteht auch die Möglichkeit, ein selbst gewähltes Tagesziel zu definieren.

Allerdings besteht zwischen der Desktop-Variante und der mobilen Version ein wichtiger Unterschied. Garmin Connect für Windows und Mac bietet nur die Möglichkeit das Vivofit einzurichten und dessen Software zu aktualisieren. Für alle weiteren Aktionen, wie das Anzeigen der gesammelten Daten, wird der Nutzer auf die Web-Seite weitergeleitet. Die mobilen Apps von Garmin Connect bieten hier deutlich mehr Möglichkeiten. So können die zurückgelegten Schritte, die verbrauchten Kalorien und das Schlafverhalten direkt in der App angezeigt werden. Weiterhin besteht Zugriff auf Wettbewerbe und die Verbindungen zu anderen Nutzern. Wer die App für iOS oder Android nutzt, hat noch den Vorteil, dass nicht die Web-Seite von Garmin Connect genutzt werden muss.

Wie sich das Vivofit in der Praxis geschlagen hat und das Fazit dieses Tests, lesen Sie auf der zweiten Seite.

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