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Vodafone: Platzt Unitymedia-Über­nahme doch noch?

Könnte die geplante Mega-Fusion mit Unitymedia doch noch platzen? Das Bundeskartellamt und das Wirtschaftsministerium wollen die Prüfung der Übernahme nämlich in Deutschland prüfen. Das könnte Folgen haben.
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Während es mit dem Netzausbau von Vodafone ausgesprochen gut klappt, könnte die milliardenschwere Übernahme von Unitymedia Folgen haben oder sogar verboten werden. Grund dafür ist die Forderung des Bundeskartellamts und des Bundeswirtschaftsministeriums, die Prüfung des Kaufs nach Deutschland zu holen.

Vor voreilligen Schlüssen wird gewarnt

Vodafone/unitymediaDie Übernahme von Unitymedia durch Vodafone könnte platzen. Der Zusammenschluss steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörden, der EU-Kommission und des Bundeskartellamts. Mit einer Entscheidung rechnet Vodafone Mitte 2019. Eine in Deutschland stattfindende Fusionsprüfung könnte entweder ein Verbot der Übernahme oder aber sehr hohe Auflagen mit sich ziehen, denn durch den 18,4 Milliarden Euro schweren Deal sind mögliche Wettbewerbsbehinderungen auf dem Einspeisemarkt durch eine steigende Marktmacht gegenüber den Fernsehanstalten möglich. "Ich kann nur vor voreiligen Schlüssen warnen. Es ist zu einfach zu sagen, die Fusion ist prima, weil sie der Telekom Beine machen wird", sagte der Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Deshalb bezeichnet er das Ergebnis des Fusionsverfahrens nach wie vor als offen. Und auch die Fernsehkabelversorgung von Mietshäusern werfe noch Fragen auf.

Des einen Leid ist des anderen Freud. Sollte die Übernahme tatsächlich schiefgehen, dürfte sich vor allem die Deutsche Telekom darüber freuen, denn das Unternehmen fürchtet den Zusammenschluss der beiden Anbieter. Das Unternehmen würde seine Monopol-Stellung verlieren und behauptet, dass es möglicherweise eine Einschränkung des Wettbewerbs geben könnte, da Vodafone dann circa zwei Drittel aller deutschen Haushalte erreichen würde.

In einer weiteren Meldung berichten wir, dass es nicht nur kritische Stimmen zu der geplanten Übernahme gibt.

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