3G

Vodafone: UMTS-Abschaltung in mehreren Wellen

Das UMTS-Netz von Voda­fone wird zum Monats­ende nicht auf einen Schlag verschwinden. Statt­dessen erfolgt die Abschal­tung in mehreren Wellen.

UMTS-Abschaltung in Wellen UMTS-Abschaltung in Wellen
Foto/Logo: Vodafone, Montage: teltarif.de
Ende Juni werden sich die Deut­sche Telekom und Voda­fone vom UMTS-Stan­dard verab­schieden. Bereits vor mehr als einem Jahr haben die beiden Mobil­funk-Netz­betreiber mitge­teilt, das 3G-Netz zugunsten der neueren Netz­stan­dards LTE und 5G aufzu­geben. Telefónica hat mitt­ler­weile ange­kün­digt, nach­zuziehen. Der Münchner Netz­betreiber lässt sich für die Abschal­tung aber etwas mehr Zeit.

Bei Voda­fone wird das 3G-Netz nicht in der Nacht zum 1.­Juli auf einen Schlag verschwinden. Viel­mehr wird das UMTS-Netz in vier Wellen deak­tiviert, wie die Voda­fone-Pres­sestelle gegen­über teltarif.de erklärte. Je nachdem, wo man sich aufhält, kann das 3G-Netz demnach auch in den ersten Juli-Tagen noch zur Verfü­gung stehen. Wie lange UMTS in welchen Regionen verfügbar bleibt, ist nicht bekannt.

Die Über­gangs­zeit wird den Angaben zufolge aber nur wenige Tage andauern. Spätes­tens ab 7. Juli stehen nur noch das GSM-Netz für die Basis­ver­sor­gung sowie LTE und 5G bereit. "Um für alle Kunden ein schnel­leres LTE-Netz mit deut­lich mehr Kapa­zität zu schaffen, schaltet Voda­fone Deutsch­land am 30. Juni die fast 20 Jahre alte UMTS-Tech­nologie ab", so die Pres­sestelle der Düssel­dorfer Netz­betrei­bers gegen­über teltarif.de.

98,6-prozen­tige LTE-Verfüg­bar­keit

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Foto/Logo: Vodafone, Montage: teltarif.de
Wie die Voda­fone-Pres­sestelle weiter erläu­terte, wird das UMTS-Netz kaum noch genutzt. Zudem unter­stützen schon seit vielen Jahren nahezu alle Smart­phones die neuere und effi­zien­tere LTE- Tech­nologie. Das 4G-Netz des Unter­neh­mens sei zudem für 98,6 Prozent der Bevöl­kerung verfügbar. Diesen Ausbau­stand hat UMTS nie erreicht. So gab es auch in der Vergan­gen­heit - vor allem im länd­lichen Raum - Gebiete mit LTE-Abde­ckung, aber ohne UMTS-Versor­gung.

Die "nahezu flächen­deckende LTE-Verfüg­bar­keit" sorge dafür, dass keine neuen Funk­löcher entstehen, so die Voda­fone-Pres­sestelle. In mehreren Pilot­städten - darunter Mainz, Wies­baden, Chem­nitz und Suhl - habe Voda­fone zuvor getestet, wie sich die Abschal­tung bei Kunden und Netzen auswirkt. Dabei habe der Umstieg auf 4G reibungslos funk­tio­niert und gerade in Spit­zen­zeiten hätten die Kunden deut­lich höhere Über­tra­gungs­geschwin­dig­keiten zur Verfü­gung.

Wie bereits berichtet soll die UMTS-Abschal­tung der Deut­schen Telekom zum Monats­ende "auf einen Schlag" erfolgen. Herun­ter­gefahren wurden die 3G-Kapa­zitäten in allen Netzen bereits.

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