MultiSIM

Vodafone UltraCard, Red Data SIM, Red+: Diese Zweitkarten gibt es

Vodafone hat in den vergangenen Jahren mehrere neue Zweitkarten-Produkte eingeführt. Wir haben eine Übersicht zusammengestellt und sagen Ihnen, in welchen Fällen Red+ die schlechtere Wahl gegenüber der alten UltraCard oder Red Data SIM ist.
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Vodafone hat in den vergangenen Jahren mehrfach seine Produkte für zusätzliche SIM-Karten zu einem Mobilfunk-Anschluss geändert. So wurde aus der UltraCard zunächst die Red Data SIM. Technisch gesehen war und ist das aber exakt das gleiche Produkt. Die bis zu zwei zusätzlichen SIM-Karten sind direkt mit der Hauptkarte verknüpft.

Eingehende Anrufe werden auf allen im Netz eingebuchten Geräten parallel signalisiert und abgehende Telefonate sind über alle Handhelds, die zu einem UltraCard- oder Red-Data-SIM-Anschluss gehören, möglich. Lediglich für die SMS-Nutzung müssen sich die Kunden entscheiden, welche der bis zu drei Karten genutzt werden soll.

Red+ bietet nicht nur Vorteile

Zusatzkarten bei VodafoneZusatzkarten bei Vodafone Im Sommer hat Vodafone schließlich mit Red+ ein neues Produkt eingeführt. Dessen Schaltung ist zwar ebenfalls an einen Hauptvertrag gebunden. Eine direkte Verknüpfung gibt es jedoch nicht. Nach der reinen Datenkarte gibt es seit Monatsbeginn auch Red+ Allnet, eine Karte, mit der auch Telefonate möglich sind.

Anders als bei UltraCard und Red Data SIM bekommen die Kunden mit Red+ auf den zusätzlichen Betreiberkarten eigene Rufnummern, so dass die Mobilfunk-Anschlüsse unabhängig von der Hauptkarte funktionieren. Das hat Vorteile, kann für manche Nutzer aber auch schlechter sein.

Positiv ist bei Red+, dass es keine Probleme bei der LTE-Nutzung und bei Voice over LTE gibt. Zudem lassen sich zu den Anschlüssen auch Festnetznummern für die günstige Erreichbarkeit hinzubuchen, was bei der UltraCard oder Red Data SIM nicht möglich ist. LTE gibt es seit Juli auch bei der alten Mehrkarten-Lösung, VoLTE jedoch nicht.

Ideal ist Red+, wenn sich mehrere Personen beispielsweise in einer Familie den Mobilfunk-Vertrag teilen möchten, um von einem entsprechenden Preisvorteil zu profitieren. So bietet Red+ Allnet beispielsweise für 15 Euro im Monat eine Allnet-Flatrate für Telefonate und SMS, während das Datenvolumen des Hauptvertrags mitgenutzt werden kann.

Als Zweitkarte für den gleichen Kunden ist Red+ zu teuer

Wenn allerdings ein Kunde mehrere Mobiltelefone betreibt - etwa ein Smartphone und einen Festeinbau im Auto -, dann ist diese Lösung gleich doppelt unpraktisch: Zum einen müsste der Nutzer seine Gesprächsteilnehmer mit unterschiedlichen Rufnummern im Auto und am Handy verwirren. Zum anderen ist es unwirtschaftlich, für eine zweite Allnet-Flat weitere 15 Euro im Monat zu bezahlen.

Wie die Vodafone-Pressestelle auf Anfrage von teltarif.de erklärte, hat das Unternehmen die aktive Vermarktung von UltraCard bzw. Red Data SIM zwar mit dem Verkaufsstart von Red+ eingestellt. Kunden, die sich aktiv für die alte Mehrkartenlösung interessieren, bietet der Netzbetreiber nach entsprechender Prüfung dieses Feature aber weiterhin an. Allerdings ist es dann nicht mehr möglich, zusätzlich noch Red+ zum gleichen Vertrag hinzuzubuchen.

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