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Aus für Multi-SIMs: Vodafone stellt UltraCard ein

Vodafone bietet die UltraCard in Verbindung mit den am Donnerstag gestarteten Red- und Young-Tarifen nicht mehr an. Auch Bestandskunden müssen nach einem Tarifwechsel auf die Zusatz-SIM-Karten verzichten.
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Vodafone stellt seine UltraCard nun offenbar ganz ein. Aktiv vermarktet wird das Angebot schon seit einiger Zeit nicht mehr. Auf aktive Nachfrage war es aber nach wie vor möglich, bis zu drei SIM-Karten für den gleichen Mobilfunkanschluss zu bekommen. Kunden, die sich für einen der neuen Red- und Young-Tarife entscheiden, die seit Donnerstag, 26. Oktober, angeboten werden, müssen auf die UltraCard aber nun ganz verzichten. Das geht aus einer Fachhandelsinformation hervor, die der teltarif.de-Redaktion vorliegt. Demnach wird die UltraCard in diesen Verträgen generell nicht mehr angeboten. Von dieser Einschränkung sind nicht nur Neukunden betroffen. Auch Bestandskunden, die in einen der neuen Tarife wechseln, müssen auf ihre zusätzlichen SIM-Karten verzichten. Den Angaben zufolge ist es erforderlich, die UltraCards abzuschalten, bevor der Wechsel auf das neue Preismodell durchgeführt wird.

Für die noch verbleibenden UltraCard-Nutzer besteht der Nachteil, dass beispielsweise Telefonate über das LTE-Mobilfunknetz (VoLTE) und über WLAN (WiFi Calling) nicht möglich sind. Aus Vodafone-Kreisen war zwar bereits vor geraumer Zeit zu erfahren, dass es Bestrebungen gibt, diese Funktionen für die Besitzer einer UltraCard nachzurüsten. Ob es dazu nun noch kommt, ist fraglich.

Red+-Karten als Ersatz

Aus für Vodafone-UltraCardAus für Vodafone-UltraCard Als Ersatz für die UltraCard dienen bei Vodafone die Red+-Karten. Dabei handelt es sich unter dem Strich um eigenständige Verträge mit separaten Rufnummern, die Bestandskunden zu vergünstigten Konditionen angeboten bekommen. Das hat den Nachteil, dass Kunden beispielsweise nicht mit dem Handy und mit dem Autotelefon die gleiche Rufnummer nutzen können.

Weiterer Nachteil: Es fallen in jedem Fall zusätzliche Grundgebühren an. Wer sich für die reine Daten-SIM entscheidet, um beispielsweise ein Tablet oder einen mobilen Hotspot mit einem Internet-Zugang auszustatten, zahlt 5 Euro zusätzliche monatliche Grundgebühr. Die auch für Telefonate bestimmte Red+-Allnet-Karte schlägt mit einem monatlichen Grundpreis von 20 Euro zu Buche.

Vodafone Pass nicht mit UltraCard kombinierbar

Der in Konkurrenz zu StreamOn von der Deutschen Telekom gestartete Vodafone Pass ist somit in Verbindung mit der UltraCard überhaupt nicht zu bekommen. In Alttarifen ist die Option nicht erhältlich, beim Wechsel in einen der neuen Verträge müssen die zusätzlichen SIM-Karten abgeschaltet werden.

Anders als Vodafone haben Telekom und o2 ihre UltraCard-ähnlichen Lösungen in der jüngeren Vergangenheit sogar verbessert. So ist die MultiSIM der Deutschen Telekom seit Frühjahr auch in Verbindung mit der Option Festnetznummer (bundesweite Homezone) zu bekommen. Bei o2 funktionieren VoLTE und WiFi Calling anders als früher auch für MultiCard-Besitzer - wenn auch nur auf der jeweiligen Haupt-SIM. Wir haben bei der Vodafone-Pressestelle nachgefragt, ob und inwiefern es eine Zukunft für die UltraCard gibt. Sobald wir eine Rückmeldung erhalten, werden wir darüber berichten.

In einem Ratgeber haben wir weitere Details zu den Mehrkarten-Lösungen der Mobilfunkanbieter zusammengefasst.

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