VDSL

Vodafone: Zusammenarbeit mit der Telekom bei VDSL vor dem Aus

Laut Focus wurde noch keine Einigung zwischen Vodafone und Telekom erzielt

Die Verhandlungen zwischen Vodafone und der Deutschen Telekom über die Zusammenarbeit beim Internet über VDSL stehen vor dem Scheitern. Vodafone-Finanzvorstand Volker Ruloff sagte dem Nachrichtenmagazin Focus, obwohl die Telekom einen gegenteiligen Eindruck erwecke, sei eine Einigung über den vorgeschriebenen Zugang zu Leerrohren und Kabelschächten nicht in Sicht. "Wir bewegen uns in der Tendenz eher rückwärts. Ich fürchte, wir kommen um den Gang zum Regulierer nicht herum, um keine weitere Zeit zu verlieren", so Ruloff.

Wie Focus nach eigenen Angaben aus Verhandlungskreisen erfuhr, hat Vodafone der Telekom eine Frist bis Mitte Juli für eine Einigung gesetzt. Schon vor rund einer Woche warf Vodafone-Chef Friedrich Joussen dem Ex-Monopolisten eine Hinhaltetaktik vor. Obwohl die Bundesnetzagentur verlange, dass der Konzern Kabelschächte und Verteilerkästen des VDSL-Netzes für alle öffne, "stocken die Verhandlungen", so Joussen.

Die Telekom teilte ihrerseits in der vergangenen Woche mit, der Vertrag über die Vermarktung von VDSL-Anschlüssen mit Vodafone sei bereits unterzeichnet worden. Vodafone selbst erklärte, ab September VDSL-Anschlüsse anzubieten. Eine entsprechende Einigung hat die Telekom nach eigenen Angaben zudem mit der United-Internet-Marke 1&1 erzielt worden. Bislang steht das VDSL-Netz mit Übertragungs-Bandbreiten von bis zu 50 MBit/s in 50 deutschen Städten zur Verfügung.

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