Drosselung

LTE Zuhause: Vodafone-Statement zur Klage der Verbraucherzentrale

Anders als die Verbraucherzentrale Sachsen sieht Vodafone den Kunden ausreichend darüber informiert, dass das Surf-Tempo nach Volumenüberschreitung reduziert wird. Sobald die Klageschrift bei dem Mobilfunk-Anbieter eingegangen sei, soll darüber entschieden werden, wie man darauf reagiere.
Von Marleen Frontzeck-Hornke
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Die LTE-Zuhause-Tarife von Vodafone sind ins Visier der Verbraucherzentrale Sachsen geraten, die nun eine Klage beim Landgericht Düsseldorf eingereicht hat. So sehen die Verbraucherschützer es als problematisch an, dass Vodafone seine LTE-Zuhause-Angebote als vollwertigen Ersatz zum Festnetz-Anschluss deklariert. Zudem sei die Höhe der gedrosselten Downstream-Geschwindigkeit mit 384 kBit/s viel zu gering. Interessant ist nun, wie Vodafone auf die Klage reagieren wird.

Dazu haben wir uns von der Presseabteilung des Mobilfunk-Anbieters ein Statement eingeholt. Konkret beanstandete die Verbraucherzentrale Sachsen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie einzelne Werbemittel und Info-Dokumente zu Vodafone LTE Zuhause. Allerdings sieht das Unternehmen "hierfür keinen Grund und hat daher die von der Verbraucherzentrale geforderte Unterlassungsverpflichtungserklärung nicht abgegeben". Der Mobilfunker hatte schon damit gerechnet, dass die VZ beim Landgericht Düsseldorf eine Klage einreicht. Vodafone sagt dazu: "Sobald die Klageschrift bei uns eingegangen ist, werden wir darüber entscheiden, wie wir darauf reagieren."

Leitung bei LTE Zuhause wird nicht gekappt

Vodafone-Statement zur KlageVodafone-Statement zur Klage Vodafone schreibt in seiner Erklärung, dass das Unternehmen in seiner Werbung für LTE Zuhause und im mit dem Kunden vereinbarten Vertrag sehr deutlich kommuniziert habe, dass der Kunde ein bestimmtes Datenvolumen erwirbt. Dies sei im Mobilfunk-Segment allgemein üblich, von Vodafone heißt es weiter: "Nach Verbrauch des vereinbarten Datenvolumens wird die Leitung bei LTE Zuhause nicht gekappt, sondern das Surf-Tempo - wie bei allen anderen Mobilfunkverträgen auch - reduziert. Hierauf weist Vodafone auch deutlich hin."

Laut Vodafone werden die Tarife der LTE-Zuhause-Reihe fast nur von Kunden gebucht, die "in ländlichen Gebieten mit unzureichender DSL-Versorgung" (weiße Flecken) leben. Diese würden sich gezielt nach einem per Mobilfunk realisierten Produkt umsehen. Der Anbieter merkt weiterhin an: "Anders als im kabelgebundenen Festnetz (DSL und VDSL) ist beim Mobilfunk die Qualität maßgeblich von der Auslastung der jeweiligen Funkzelle abhängig. Es ist daher nicht nur gelebte und gelernte Praxis, sondern auch im Interesse aller anderen Kunden innerhalb der Funkzelle, Surfgeschwindigkeiten nach Erreichen einer zuvor klar vereinbarten Volumengrenze zu reduzieren. Denn nur so werden die begrenzten Ressourcen des Mobilfunk-Netzes gerecht auf alle Teilnehmer verteilt – und das zu vernünftigen Preisen."

Außerdem verspricht der Mobilfunker nochmals: "Vodafone wird in seiner Kundenkommunikation - im Sinne der eigenen Ansprüche an umfassender Transparenz - auch weiterhin auf das jeweils enthaltene Highspeed-Volumen deutlich hinweisen. Noch deutlicher wird Vodafone künftig die Datenübertragungsgeschwindigkeit heraus stellen, die für den Rest des Monats zur Verfügung steht, sobald das vom Kunden bezahlte Volumen verbraucht ist."

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