CEBIT-Neuheit

Vodafone: Samsung-Smart-Home-Komponenten im Kurz-Test

Vodafone vertreibt nun Samsung-Geräte für das vernetzte Zuhause wie Türkontakt, Wassersensor, Kamera und Alarmanlage. Auf der CEBIT konnten wir das System einem ersten Test unterziehen.
Von der CEBIT in Hannover berichtet
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"V-Home by Vodafone" - unter diesem Titel präsentiert Vodafone auf der CEBIT in Kooperation mit Samsung Geräte und Dienste, um das eigene Zuhause zu vernetzen. Nachdem bereits viele Hardware-Anbieter und die Telekom in diesem Bereich aktiv sind, musste auch Vodafone hier ein Produktpaket bieten, das nicht nur aus Geräten, sondern auch Smart-Home-Diensten besteht - beispielsweise für die Benachrichtigungen.

Das System hat Vodafone in einem seiner CEBIT-Pavillons aufgebaut, allerdings nur zum Teil in Betrieb genommen - und das aus gutem Grund: Wie wir beim Ausprobieren des Systems von der Samsung-Mitarbeiterin erfuhren, sei beispielsweise die Alarmsirene so laut, dass man diese unmöglich im Rahmen der Messe vorführen könne, ohne die Messebesucher nachhaltig zu erschrecken. Andere Geräte durften wir aber direkt vor Ort ausprobieren.

Hub, Kamera, Tablet und Router auf dem CEBIT-Messestand
Hub, Kamera, Tablet und Router auf dem CEBIT-Messestand

Tür- und Fensterkontakt im Test

Das Starter-Kit von "V-Home by Vodafone" umfasst den Samsung-SmartThings-Wifi/Hub, auf dem Messegelände war dieser mit einer FRITZ!Box von AVM gekoppelt. Außerdem gehört zu diesem Set eine Kamera, ein Mehrzwecksensor und die Sirene. Das ist der "Samsung-Anteil" des Pakets. Vodafone liefert außer dem Mobilfunknetz die notwendige App für die Administration, einen Cloud-Speicher für die Aufnahmen der Überwachungskamera und eine telefonische Benachrichtigungsfunktion für bis zu fünf vorher festgelegte Rufnummern.

Auf dem Messestand war eine Art kleines Wohnzimmer mit drumherum aufgestellten Regalen eingerichtet. Dort hatten Vodafone und Samsung die Smart-Home-Komponenten verteilt. An einer Schranktür befand sich der zweiteilige Mehrzwecksensor, der im wirklichen Leben natürlich eher an einer Tür oder einem Fenster befestigt wird. Als wir die Tür öffneten, schlug sofort die App Alarm. Wie gesagt: Die Alarmsirene war zum Schweigen verdonnert worden.

Reagiert nun der Nutzer, der möglicherweise gerade unterwegs ist, nicht auf die App-Benachrichtigung, beginnt das System damit, die vorher festgelegten fünf Rufnummern nacheinander anzurufen. Hier ist es sinnvoll, die eigene Rufnummer an die erste Position zu setzen. Reagiert man auch darauf nicht, können dann Freunde oder Nachbarn angerufen werden, die in der Nähe des eigenen Hauses wohnen - die Freunde sollten natürlich vorher davon wissen, dass ihre Nummer im System hinterlegt wurde.

Alarmsirene, Router und Mehrzwecksensor
Alarmsirene, Router und Mehrzwecksensor

Feuchtigkeitssensor meckert, bis er trocken ist

Der Feuchtigkeitssensor sollte in der Nähe der Waschmaschine oder Spülmaschine montiert werden, und zwar knapp über dem Boden. Dann kann er Alarm schlagen, wenn die Waschmaschine undicht wird oder ein Wasserschlauch geplatzt ist. Da wir in unserem Test natürlich nicht den Vodafone-Messestand unter Wasser setzen konnten, besprühten wir den Kontakt mit Wasser - und sofort schlug er in der App Alarm.

Als der Sensor dann aber partout nicht aufhören wollte, Alarm zu schlagen, versuchten wir verzweifelt, den Alarm in der App zu deaktivieren - doch ohne Erfolg. Dann stellte sich heraus: So lange der Kontakt weiterhin feucht ist, wird er weiterhin pausenlos Alarm schlagen. Wir mussten den Kontakt also manuell trocken reiben, um ihn wieder zum Schweigen zu bringen - das System funktioniert also.

Der Mehrzwecksensor an einer Schranktür
Der Mehrzwecksensor an einer Schranktür

Bewegungssensor: Nicht jede Bewegung ist "böse"

Der Bewegungssensor war in einem der Regale unter einem Regalbrett montiert, und zwar so hoch, dass ein vorbeilaufender Mensch auf jeden Fall erfasst wird, eine Katze oder ein kleinerer Hund aber nicht. Beim Bewegungssensor geht es übrigens gar nicht nur darum, unerlaubte Bewegungen in der Wohnung zu melden (Einbrecher). Der Sensor kann auch mit einer LED-Lampe gekoppelt werden. Wer also nachts regelmäßig schlaftrunken die Toilette aufsuchen muss, kann einfach im Vorbeigehen nur durch seine Bewegung eine LED-Lampe einschalten, die sich nach ein paar Minuten selbständig wieder abschaltet. Das Suchen des Lichtschalters im Dunkeln entfällt damit.

Die Überwachungskamera zeichnete das Geschehen auf dem Messestand auf und speicherte die Videos in regelmäßigem Abstand in der Cloud. Dort kann man sie mit der App jederzeit ansehen oder auch wieder löschen. Das Bild erschien uns hierbei sehr detailliert, deutlich besser als das einer Webcam. Der Speicherplatz beträgt 10 GB, Videos werden für maximal 14 Tage gespeichert.

In Zukunft soll das System auch über smarte Lautsprecher steuerbar sein
In Zukunft soll das System auch über smarte Lautsprecher steuerbar sein

Pakete und Kosten für "V-Home by Vodafone"

Das Starter Kit mit dem laut Angaben des Netzbetreibers exklusiv bei Vodafone erhältlichen Samsung-SmartThings-Wifi/Hub kostet einmalig 389,90 Euro. Alternativ kann der Kunde in den Vodafone-Shops auch ein Subventionsmodell zum Einmalpreis von 149,90 Euro zuzüglich monatlich 10 Euro für 24 Monate bestellen. Zusätzlich fällt in beiden Varianten eine V-Home-Service-Gebühr in Höhe von monatlich 9,99 Euro für den V-Home-Alarm-Assistenten und den persönlichen Video-Cloudspeicher an.

Zum Vermarktungsstart bietet Vodafone das Safety-Starter-Kit 50 Euro günstiger zum Einmalpreis von 339,90 Euro an. Im Subventionsmodell kostet das Kit aktionsweise einmalig 99,90 Euro. Auch die V-Home-Service-Gebühr entfällt für die ersten drei Vertragsmonate.

Zusätzlich zum Safety-Starter-Kit bietet Vodafone weitere Geräte-Pakete gegen Aufpreis an. Das Detection-Kit für 99,90 Euro enthält einen Wasser- und Rauchsensor. Das Automation Kit beinhaltet Bewegungssensor, Zwischenstecker und Glühbirne zum Preis von 89,90 Euro. In den kommenden Monaten soll das Angebot an Smart-Home-Geräten ausgebaut werden. Dann soll es auch smarte Beleuchtung, Thermostate und Lautsprecher von Drittanbietern im Rahmen des Programms "Works with SmartThings" geben.

Alle unsere Berichte von der Messe finden Sie auf unserer Übersichtsseite zur CEBIT.

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