Zahlen

Vodafone legt bei Festnetz zu, Mobilfunk stagniert

Der Anbieter hat in seinem abgelaufenen Geschäftsquartal neue 550 000 SIM-Karten in den Markt gebracht - der Mobilfunk-Umsatz hat dennoch nicht zugelegt.
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Der Netzbetreiber Vodafone hat heute die Geschäftszahlen für sein abgelaufenes 3. Geschäftsquartal 2016/17 veröffentlicht. Dabei gibt sich der Anbieter zuversichtlich und stellt Erfolge im M2M-Bereich und Zuwächse in der Festnetzsparte heraus. Die Umsatzentwicklung im Mobilfunk­bereich stimmt allerdings wenig hoffnungsvoll.

Mobilfunkgeschäft ohne Umsatzzuwächse

Vodafone gibt Quartalszahlen bekanntVodafone gibt Quartalszahlen bekannt Mehr als eine halbe Million neuer Mobilfunkkarten seien im vergangen Quartal hinzugekommen, so die Information des Mobilfunkers. Allerdings entfallen davon nur 61 000 auf das klassische Mobilfunk-Vertrags­kundengeschäft. Die restlichen Karten sollen sich laut Anbieterangaben auf MVNO-Kunden und IoT-Geräte verteilen. Insgesamt kommt Vodafone so auf 43,7 Millionen SIM-Karten.

Der Mobilfunkbereich ist allerdings kein Wachstumsgeschäft. Stattdessen teilt das Unternehmen mit, dass die Entwicklung bei den Mobilfunk-Serviceumsätzen keine Veränderung zum Vorjahr aufweisen würde. Im aktuellen Quartal sinkt der Umsatz im Vergleich zum Q2 sogar um über 1,8 Prozent von zuletzt 1,545 Milliarden Euro auf nur 1,516 Mrd. Euro.

110 000 neue Festnetzkunden, aber nur 0,3 Prozent Zuwachs

Etwas besser sieht die Entwicklung der Festnetzsparte aus: Insgesamt hat der Konzern im vergangenen Quartal nach eigenen Angaben 110 000 neue Festnetzkunden hinzugewonnen. Den Großteil davon im Kabelgeschäft (77 000). Immerhin 33 000 Nutzer haben sich für einen DSL-Vertrag entschieden.

Der Kundenzugewinn wirkt sich mit 0,3 Prozent Umsatzplus im Vergleich zum Q2 aus. Im Vorjahresvergleich legt die Sparte um 4,8 Prozent bei den Serviceumsätzen zu. Die Umsätze im Festnetzbereich sind allerdings mit nur 989 Millionen Euro im abgelaufenen Quartal deutlich geringer als die im Mobilfunksektor (1,516 Mrd. Euro).

In einem weiteren Artikel haben wir über die Quartalszahlen von Facebook berichtet.

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