Verbessert

Vodafone peert mit Berliner Internet-Knoten BCIX

Wer Internet anbieten will, muss gute Kontakte zu allen Internet-Anbie­tern dieser Welt haben. Voda­fone hat sich jetzt am Berliner BCIX ange­dockt.

Vodafone hat sich am Berliner BCIX Knoten mit der Internetwelt vernetzt, was die interne Netzgeschwindigkeit im Raum Berlin verbessern soll. Vodafone hat sich am Berliner BCIX Knoten mit der Internetwelt vernetzt, was die interne Netzgeschwindigkeit im Raum Berlin verbessern soll.
Foto: BCIX Berlin / Screenshot teltarif.de
Durch den Zukauf von Kabel Deutsch­land und Unity­media hat sich das Voda­fone-Netz intern deut­lich vergrö­ßert und es ist eine komplexe IT-Land­schaft entstanden. Voda­fone ist dabei, das eigene Netz ("AS 3209") zu "konso­lidieren" und zu verein­fachen.

Wich­tige Peering­punkte

Vodafone hat sich am Berliner BCIX Knoten mit der Internetwelt vernetzt, was die interne Netzgeschwindigkeit im Raum Berlin verbessern soll. Vodafone hat sich am Berliner BCIX Knoten mit der Internetwelt vernetzt, was die interne Netzgeschwindigkeit im Raum Berlin verbessern soll.
Foto: BCIX Berlin / Screenshot teltarif.de
Ein wich­tiger Punkt sind die Internet-Zugänge von Voda­fone zu den großen Anbie­tern in der vernetzen Internet-Welt. Diese Zugänge nennt man Peering-Points, auf deutsch etwa "Inter­net­aus­tausch­punkte".

Ältere Verbin­dungen gekappt

Histo­risch hat Voda­fone in seinem Gesamt-Netz einige regio­nale Peering-Points "geerbt", wo die bisher allein­ste­henden Kabel-Anbieter mit lokalen Provi­dern vernetzt waren.

Im Zuge der Verein­heit­lichung wurden einige dieser Abkommen gekün­digt, was bei den Betei­ligten vor Ort zu Enttäu­schungen geführt hat, wie Golem berichtet.

Um kein Tempo zu verlieren bzw. um die Geschwin­dig­keit künftig weiter zu verbes­sern, hat Voda­fone sein "natio­nales Trans­port­netz" direkt an den Berliner Inter­net­aus­tausch­punkt BCIX (Berlin Commer­cial Internet Exchange) ange­schlossen. Davon profi­tieren insbe­son­dere Voda­fone-Mobil­funk- und -Fest­netz­kunden in Berlin und der Region Nord-Ost (z.B. Bran­den­burg, Meck­len­burg-Vorpom­mern).

Voda­fone möchte dadurch die Internet-Daten aus dem Einzugs­gebiet der Haupt­stadt nun ohne Umwege in die zentrale Voda­fone-Trans­port­netz-Infra­struktur oder vom BCIX aus direkt in die Netz­werke von anderen Provi­dern fließen lassen, und zwar "wesent­lich direkter als bisher".

Besseres Peering spart Zwischen­schritte

Durch einge­sparte Zwischen­schritte verkürzt sich die Lauf­zeit, die ein Daten­paket benö­tigt, um am Ziel anzu­kommen. Je nied­riger die Lauf­zeit, umso schneller reagieren beispiels­weise aufge­rufene Webseiten. Das Trans­port­netz von Voda­fone ist mit einer Geschwin­dig­keit von 100 GBit/s an den BCIX ange­bunden.

Von der regio­nalen Direkt­ver­bin­dung zum Internet profi­tieren auch die Kunden in Städten und Gemeinden außer­halb Berlins in der Region Nord-Ost, darunter Leipzig und Dresden, betont man bei Voda­fone.

Gene­rell sei die Netz­infra­struktur von Voda­fone an alle wich­tigen inter­natio­nalen Internet-Knoten ange­bunden, teilte das Unter­nehmen weiter mit. Alle Stand­orte seien so konzi­piert, dass sich die Kapa­zitäten bedarfs­gerecht und ohne nennens­werten zeit­lichen Verzug erwei­tern lassen.

Das Thema Peering spielt auch beim größten Wett­bewerber von Voda­fone der Telekom eine wich­tige Rolle und steht schon länger im Kreuz­feuer der Kritik.

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