Netzausbau

Vodafone: 1000 neue LTE-Stationen im letzten halben Jahr

Vodafone hat eine Zwischenbilanz zum Netzausbau in den vergangenen sechs Monaten gezogen. Verbesserungen werden für den Internet-Zugang, aber auch für die Handy-Telefonie vermeldet.
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Vodafone zieht Zwischenbilanz zum LTE-AusbauVodafone zieht Zwischenbilanz zum LTE-Ausbau Vodafone hat eine Zwischenbilanz zum Netzausbau in den vergangenen sechs Monaten gezogen. So hat der Düsseldorfer Mobilfunk-Netzbetreiber nach eigenen Angaben in diesem Zeitraum rund 1000 neue LTE-Stationen in Betrieb genommen. Damit sei das mobile Breitbandnetz auf rund 1500 zusätzlichen Quadratkilometern verfügbar.

Vor allen in Baden-Württemberg hat Vodafone im zurückliegenden halben Jahr beim Netzausbau Gas gegeben. Hier seien rund 380 Quadratkilometer Fläche neu mit dem LTE-Mobilfunknetz erschlossen worden. So habe der Netzbetreiber das 4G-Netz für 120 000 zusätzliche Haushalte im "Ländle" verfügbar gemacht.

Bundesweit profitieren den Angaben zufolge weitere 400 000 Haushalte vom 4G-Ausbau der vergangenen sechs Monate. Besonders stolz ist Vodafone auf seine 4G-Abdeckung in Berlin. In der Bundeshauptstadt ist das LTE-Netz nach Angaben des Netzbetreibers für 99,9 Prozent aller Haushalte verfügbar.

Kunden bewegen sich 21 Stunden pro Tag im LTE-Netz

Die tatsächliche LTE-Verfügbarkeit für Vodafone-Kunden habe sich durch die Netzoptimierungen der vergangenen sechs Monate von 82,5 auf 87 Prozent gesteigert. Das heißt, dass sich Vodafone-Kunden jetzt 21 Stunden am Tag tatsächlich im LTE-Netz bewegen. Vor allem in ländlichen Regionen hätten sich die Ausbaumaßnahmen bemerkbar gemacht.

Aber auch für die Telefonie im Mobilfunknetz vermeldet Vodafone in seiner Halbjahres-Bilanz Fortschritte. So würden im Vergleich zum vergangenen Jahr täglich rund 60 000 Gespräche weniger abbrechen. Von täglich 78 Millionen Anrufen seien 99,65 Prozent erfolgreich.

Für die Versorgung entlang der Hauptverkehrsadern hat Vodafone im Sommer eine "LTE-Offensive" gestartet, um der Lizenzauflage gerecht zu werden, bis Ende kommenden Jahres die Autobahnen und ICE-Strecken komplett mit LTE zu versorgen. Von den 13 000 Kilometern Autobahn waren im Sommer noch rund 500 Kilometer ohne LTE-Abdeckung. In den vergangenen sechs Monaten sei die Versorgungslücke auf 400 Kilometer geschrumpft. Entlang der ICE-Strecken sei das LTE-Netz von Vodafone aktuell zu 92 Prozent verfügbar.

90 Prozent des LTE-Netzes fit für Narrowband IoT

Rund 90 Prozent des 4G-Netzes sei mittlerweile mit dem neuen Maschinennetz (Narrowband IoT) aufgerüstet worden. Für den weiteren Netzausbau setzt Vodafone auch auf Daten, die Kunden über die MeinVodafone-App liefern. In den vergangenen sechs Monaten hätten Kunden auf diesem Weg mehr als 7,5 Milliarden Messwerte und damit Anhaltspunkte für die Netzoptimierung im Mobilfunk geliefert.

"Ich ärgere mich selbst massiv, wenn ich mancherorts noch aus der Leitung fliege oder im Schneckentempo surfe. Und genau das passiert auch vielen unserer Kunden immer noch zu häufig", so Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter. "Unsere Netze in Deutschland sind gut. Aber eben noch längst nicht gut genug. Deshalb wollen wir künftig nicht nur stärker, sondern smarter ausbauen. Dafür bringen wir jetzt die alltäglichen Netz-Erfahrungen unserer Kunden in unsere Ausbauplanung ein - und sehen, wo mehr Netz am nötigsten ist."

In einer weiteren Meldung haben wir bereits darüber berichtet, wie der Vodafone-Konkurrent Telefónica seinen Netzausbau weiter optimieren will.

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