Netzausbau

5G: Vodafone baut "Echtzeit-Mobil­funk" für die Schifffahrt

Voda­fone will sein Mobil­funk­netz entlang von Wasser­straßen opti­mieren und plant rund 700 Baupro­jekte bis zum kommenden Sommer.

Voda­fone hat ange­kün­digt, sein Mobil­funk­netz entlang von Wasser­straßen weiter auszu­bauen. Mehr als zwei Drittel der Verkehrs­wege für Schiffe seien bereits mit dem 5G-Netz des in Düssel­dorf ansäs­sigen Tele­kom­muni­kati­ons­kon­zerns versorgt. Dafür sorgen nach Unter­neh­mens­angaben mehr als 1400 Mobil­funk-Stand­orte.

Rund 440 dieser Basis­sta­tionen sind nach Angaben von Voda­fone auch schon mit dem 5G-Stan­dalone-Stan­dard versorgt. Das heißt, Kunden können mit für diese Betriebsart geeig­neten Endge­räten das 5G-Netz auch ohne Kombi­nation mit der LTE-Tech­nologie nutzen. Dadurch sind beson­ders nied­rige Latenz­zeiten von zum Teil weniger als 10 ms möglich.

LTE an 2800 Stand­orten entlang von Wasser­straßen

Netzausbau an Wasserstraßen Netzausbau an Wasserstraßen
Foto: Vodafone
Der LTE-Mobil­funk­stan­dard ist nach Voda­fone-Angaben an etwa 2800 Stand­orten entlang von Wasser­straßen verfügbar. Auch die 18 wich­tigsten Seehäfen seien "flächen­deckend" versorgt, wie der Netz­betreiber weiter mitteilte. Das seien die Häfen in Brake, Bremen/Bremer­haven, Bruns­büttel, Büsum, Bütz­fleth, Cuxhaven, Emden, Hamburg, Husum, Kiel, Lübeck, Nordenham, Putt­garden/Fehmarn, Rostock, Sass­nitz-Mukran, Stral­sund Wilhelms­haven und Wismar.

Voda­fone will bis Mitte kommenden Jahres weitere 700 Baupro­jekte entlang der Wasser­straßen in Deutsch­land reali­sieren. Dabei werde das Unter­nehmen an weiteren rund 400 Stand­orten den 5G-Stan­dard akti­vieren. Ob hier grund­sätz­lich gleich zum Start auch der 5G-Stan­dalone-Stan­dard in Betrieb genommen wird, ist nicht bekannt. Neben 5G will Voda­fone auch sein LTE-Netz weiter opti­mieren.

"99 Prozent" Abde­ckung

Voda­fone versorgt nach eigenen Angaben 99 Prozent "der wirt­schaft­lich bedeu­tenden Seehäfen und Wasser­straßen in Deutsch­land" mit Mobil­funk. Nicht bekannt ist, wie hoch der LTE-Versor­gungs­grad ist bzw. in wie vielen Fällen Nutzer ggf. noch mit dem GSM-Netz auskommen müssen. Mit 2G bekommen die Kunden zwar eine für Tele­fonate und den Austausch von SMS-Mittei­lungen ausrei­chende Versor­gung. Der mobile Internet-Zugang ist hingegen kaum sinn­voll nutzbar.

Etwa 4800 Kilo­meter des Bundes­was­ser­straßen-Netzes besitzen laut Voda­fone maßgeb­liche Bedeu­tung für den inter­natio­nalen Güter­ver­kehr in Europa. Insge­samt umfasst das Netz der Bundes­was­ser­straßen 7476 Kilo­meter Binnen­was­ser­straßen, von denen etwa 75 Prozent der Strecke auf Flüsse und 25 Prozent auf Kanäle entfallen.

In einer weiteren Meldung berichten wir über den aktu­ellen Mobil­funk-Netz­ausbau bei Telekom, Voda­fone und o2.

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