4G

Vodafone: Halbzeit beim Narrowband-IoT-Ausbau

Vodafone baut sein Narrowband-IoT-Netz weiter aus. Bis Ende September sollen 90 Prozent des LTE-Netzes aufgerüstet sein. Mehr als die Hälfte des Netzes wurde bereits umgestellt.
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Im Februar hatte Vodafone den Aufbau seines Narrowband-IoT-Netzes angekündigt. Jetzt geht der Düsseldorfer Mobilfunk-Netzbetreiber in die zweite Halbzeit des Ausbaus, denn mehr als die Hälfte des eigenen LTE-Netzes ist mittlerweile fit für das Internet der Dinge. Vodafone erläuterte, dass 65 der 80 größten Städte Deutschlands mit dem Maschinennetz erschlossen wurden. Exakt 54 Prozent des eigenen 4G-Netzes habe der Betreiber für die Technik aufgerüstet.

Der Netzausbau geht weiter. Bis Ende September will Vodafone 90 Prozent des LTE-Netzes in ganz Deutschland für die Kommunikation zwischen Maschinen aufgerüstet haben. Dann sei es theoretisch möglich, dass bis zu vier Milliarden Gegenstände gleichzeitig miteinander kommunizieren. Insgesamt sei die Narrowband-IoT-Technik im Vodafone-Netz bislang in mehr als 2200 Städten und Gemeinden verfügbar.

Das neue Maschinennetz mache die Vernetzung von Gegenständen sogar an Orten möglich, wo Mobilfunkwellen normalerweise nur schwer hinkommen - etwa in Kellerräumen, in Tiefgaragen oder hinter Betonwänden. Die speziellen Narrowband-IoT-Sensoren, die die Daten erfassen und über das Maschinennetz übertragen, seien unabhängig von einer externen Stromversorgung. Sie verfügen nach Vodafone-Angaben über Akkulaufzeiten von bis zu zehn Jahren.

Die Smart City soll Realität werden

Vodafone forciert Narrowband-IoT-AusbauVodafone forciert Narrowband-IoT-Ausbau Das Maschinennetz bilde die Grundlage für Smart Cities. So können beispielsweise Strom- oder Wasserzähler automatisch in regelmäßigen Abständen aktuelle Zählerstände an die Zentralen der jeweiligen Versorger senden. Intelligente Mülleimer sollen über das Maschinennetz ihren Füllstand melden können, sodass die Abfuhr-Unternehmen die Routenplanung der Einsatzfahrzeuge optimieren und Mülltonnen leeren können, bevor diese überfüllt sind.

Weitere Anwendungsfälle sind im Boden oder in Straßenlaternen verbaute Sensoren, die die Parkplatzsuche in Innenstädten erleichtern sollen. Zu diesem Zweck lassen sich die Informationen automatisch an entsprechend ausgerüstete Fahrzeuge übermitteln. Die Nutzer hätten so jeweils im Blick, wann und wo freie Parkplätze zur Verfügung stehen.

Die Industrie hat die Möglichkeit, Ortungs- und Bewegungssensoren einzusetzen, um Rohstoffe und fertige Produkte zu überwachen und einen Alarm auszulösen, wenn Unbefugte das Gelände betreten. Aktuell vernetzt Vodafone nach eigenen Angaben weltweit bereits mehr als 74 Millionen Geräte. Jeden Monat kommen demnach rund zwei Millionen weitere Gegenstände dazu.

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