Netztest

Mobiles Internet im Netz von Vodafone im Test

Wie in den Vorjahren haben wir die vier deutschen Mobilfunknetze getestet. Wir berichten über die Erfahrungen im Vodafone-Netz. Dabei ging es uns vor allem um die Qualität des mobilen Internet-Zugangs über LTE, UMTS und HSPA bzw. GPRS und EDGE.
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Wie in den vergangenen Jahren haben wir auch in diesem Frühjahr wieder die vier deutschen Mobilfunknetze unter die Lupe genommen. Dabei ging es uns vor allem darum, zu testen, wie gut der mobile Internet-Zugang in den einzelnen Netzen zu gebrauchen ist, denn die Telefonie und der Austausch von SMS-Mitteilungen sind Dienste, die heutzutage in allen Netzen fast überall in Deutschland problemlos möglich sind.

In der vergangenen Woche haben wir bereits über die Erfahrungen berichtet, die wir im Netz der Deutschen Telekom gemacht haben, als wir knapp zwei Wochen etwas intensiver die Performance bei der Internet-Nutzung beleuchtet haben. Nun wollten wir wissen, wie gut der mobile Online-Zugang in Vodafone-Netz ist. Im Test haben wir die gleichen Smartphones wie im Telekom-Test verwendet. Demnach waren wir mit einem Apple iPhone 5S, einem Samsung Galaxy Note 3 und einem HTC One (M8) unterwegs.

Vodafone fehlen Frequenzen im Bereich von 1 800 MHz

Mobile Internet-Nutzung im Vodafone-Netz im Praxis-TestMobile Internet-Nutzung im Vodafone-Netz im Praxis-Test Während die Smartphones von Samsung und HTC bereits LTE der Kategorie 4 und somit mobile Internet-Verbindungen mit bis zu 150 MBit/s im Downstream unterstützen, ermöglicht das Apple-Gerät maximal 100 MBit/s. Allerdings hat es Vodafone ungleich schwerer als die Deutsche Telekom, überhaupt derart hohe Übertragungsraten im LTE-Netz zu ermöglichen. Grund: Deutschlands zweitgrößtem Mobilfunk-Netzbetreiber fehlen Frequenzen im Bereich von 1 800 MHz, die die Telekom und auch E-Plus für LTE verwenden.

Im 800-MHz-Bereich, der von Vodafone wie auch von der Deutschen Telekom und von o2 vornehmlich für den LTE-Flächenausbau verwendet wird, stehen nur 10 MHz breite Frequenzblöcke zur Verfügung. Damit sind maximal rund 70 MBit/s im Downstream machbar.

2 600 MHz für LTE Cat. 4

Dennoch verfügt auch Vodafone über LTE-Frequenzen, auf denen schnellere Datenverbindungen möglich sind. Diese liegen im Bereich von 2 600 MHz und eignen sich physikalisch bedingt vor allem für Hotspots - beispielsweise an Bahnhöfen, Flughäfen oder in Messehallen. Der Aufwand für den Ausbau kompletter Städte wäre aber deutlich höher als bei der Telekom auf 1 800 MHz.

Wie schon im Mobilfunknetz der Deutschen Telekom haben wir aber auch bei Vodafone im Test nicht annähernd die beworbene Maximalgeschwindigkeit von 150 MBit/s erreicht. In Städten wie Berlin, Frankfurt am Main und Mannheim kamen wir je nach Standort in der Regel auf 20 bis 35 MBit/s im Downstream, während Uploads mit 12 bis 20 MBit/s möglich waren. Die Ansprechzeiten lagen bei 45 bis 70 ms. Lediglich punktuell haben wir in Berlin - beispielsweise am Bahnhof Zoo und am Messedamm - die 100-MBit/s-Marke geknackt.

Auf Seite 2 lesen Sie, wie sich das LTE-Netz von Vodafone im Vergleich zum Telekom-Netz geschlagen hat und wie es um den Netzausbau bestellt ist.

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