4G

Vodafone will mit LTE auf 1500 MHz starten

Vodafone plant für den LTE-Start auf 1500 MHz. Passende Endgeräte soll es noch in diesem Jahr geben. Wir berichten über die Zukunftspläne des Düsseldorfer Netzbetreibers für die mobile Internet-Versorgung.
Von der CeBIT in Hannover berichtet
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Vodafone stellt LTE 1500 vorVodafone stellt LTE 1500 vor Vodafone und die Deutsche Telekom haben bei der Versteigerung der Mobilfunk-Frequenzen im vergangenen Jahr unter anderem Kapazitäten im Bereich von 1500 MHz erhalten. Vodafone hat nun anlässlich der CeBIT in Hannover bekanntgegeben, dass dieser Frequenzbereich schon in absehbarer Zeit erprobt und für LTE-Mobilfunkdienste genutzt werden soll. Ganz einfach gestaltet sich die Etablierung des neuen Bereichs allerdings nicht.

Zum einen handelt es sich beim Bereich um 1500 MHz nicht etwa um TDD-Frequenzen. Vielmehr wird hier der FDD-Standard genutzt, um schnellere Downloads zu ermöglichen, wie auch Vodafone auf der Messe in Hannover einräumte. Dieser Standard ist zumindest in Deutschland ein Novum. Allerdings sind hierzulande noch keine passenden Endgeräte verfügbar.

Vodafone hatte schon auf der IFA 2014 die FDD-Nutzung angekündigt. Seinerzeit rechnete der Düsseldorfer Telekommunikationskonzern damit, dass bereits im vergangenen Jahr erste Smartphones für diesen Standard in Deutschland erhältlich sein würden. Nun hofft das Unternehmen, dass es Ende 2016 passende Geräte gibt, die FDD und vor allem auch LTE 1500 unterstützen.

Deutschland ist Vorreiter bei LTE 1500

Deutschland nehme in Europa eine Vorreiterrolle beim Einsatz des 1500-MHz-Bereichs für LTE ein. Weitere Staaten sollen aber folgen. So sei der 4G-Betrieb in diesem Frequenzband unter anderem auch von den Vodafone-Landesgesellschaften in Italien und Großbritannien geplant. Auch in Asien sei 1500 MHz ein für LTE üblicher Frequenzbereich.

Zukunftspläne für die Mobilfunk-FrequenznutzungZukunftspläne für die Mobilfunk-Frequenznutzung Noch keine Angaben machte Vodafone dazu, wie schnell Downloads durch den zusätzlichen Einsatz von LTE 1500 werden können. Aktuell bietet der Netzbetreiber beim Einsatz von Bündelung der Kanäle auf 800 und 2600 MHz bis zu 225 MBit/s im Downstream an. Im Upstream sind bei Vodafone derzeit bis zu 50 MBit/s möglich. An dieser Übertragungsgeschwindigkeit ändert sich durch den Einsatz des zusätzlichen Frequenzbandes nichts.

Neben 1500 MHz will Vodafone auch LTE auf 1800 MHz etablieren, zumal der Netzbetreiber auch hier Frequenzen ersteigert hat, die sich für die Erweiterung der LTE-Kapazitäten eignen. GSM soll auf 900 MHz auch längerfristig als Mobilfunk-Grundversorgung erhalten bleiben. Denkbar sei es allerdings, längerfristig auf UMTS als dritten Standard zu verzichten. Dann könnte auch der bislang für 3G verwendete Frequenzbereich um 2100 MHz für LTE zum Einsatz kommen.

Theoretisch könnte Vodafone mit allen Frequenzen, die das Unternehmen ab kommendem Jahr nutzen darf, bis zu 1,7 GBit/s per LTE übertragen. Dazu sind jedoch einige Voraussetzungen notwendig. Details haben wir in einer weiteren Meldung zusammengefasst.

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