Anschluss

Vodafone Kabel: Neue Antennendose ohne Radioanschluss

Axing baut für Voda­fone neue Anten­nen­dosen für den Kabel­anschluss. UKW-Radio wird dabei nicht mehr berück­sich­tigt. Dafür bieten die Dosen Unter­stüt­zung für DOCSIS 4.0

Die Zeiten analoger Hörfunk­pro­gramme in den Kabel­netzen geht allmäh­lich zu Ende. Dafür planen die Netz­betreiber für immer höhere Internet-Band­breiten. Axing baut für Voda­fone jetzt neue Anten­nen­dosen für Kabel­anschlüsse, die diesen Umständen Rech­nung tragen. Die Multi­media-Zwei­loch-Anten­nen­steck­dosen für den Frequenz­bereich von 5 bis 1800 MHz kommen wie gewohnt mit zwei Anschlüssen und sind auch schon für DOCSIS 4.0 vorbe­reitet.

Eine der beiden Buchsen ist wie gewohnt in der IEC-Norm gehalten und für die Verbin­dung mit dem Fern­seher oder Kabel-TV-Receiver gedacht. Über diesen Anschluss soll auch der Radio­emp­fang laufen. Die Hörfunk­pro­gramme werden nämlich nicht aus den Kabel­netzen entfernt. Aller­dings erfolgt die Einspei­sung künftig nicht mehr analog im UKW-Bereich, sondern digital im DVB-C-Stan­dard.

Axing: Neue Kabel­dose bringt auch bei DOCSIS 3.1 Vorteile

Axing argu­men­tiert, dass die neuen Anten­nen­dosen auch für den aktuell in den Kabel­netzen genutzten Stan­dard DOCSIS 3.1 Vorteile mit sich bringen. Hinter­grund sei die hohe Qualität der verbauten Hard­ware. Ziel der Kabel­netz­netz­betreiber sei es, mit Glas­faser-Anschlüssen vergleich­bare Daten­über­tra­gungs­raten anbieten zu können. Dafür sei DOCSIS 3.1 grund­sätz­lich ausrei­chend, sofern hohe Modu­lati­ons­sche­mata von bis zu 4096 QAM flächen­deckend im Netz zum Kunden gebracht werden können.

Neue Antennendose für Vodafone-Kabelnetze Neue Antennendose für Vodafone-Kabelnetze
Foto: Axing
Passive Bauteile wie Anten­nen­dosen seien vergleichs­weise einfach austauschbar. Korrekt verbaut hätten diese Kompo­nenten aber einen entschei­denden Einfluss auf die gesamte Netz­qua­lität. Die Kunst bei passiven Bauteilen sei es, physi­kali­sche Grenzen so weit wie möglich auszu­reizen, dabei aber den Preis, die Fertig­bar­keit mit möglichst hohem Auto­mati­sie­rungs­grad, einen geringen Abgleich­auf­wand und eine stabile Repro­duzier­bar­keit der Wert nicht aus den Augen zu verlieren.

Bei den neuen Multi­media-Zwei­loch-Anten­nen­steck­dosen der Serie BSD 967-xx habe Axing den Anfor­derungen Rech­nung getragen und zudem auf Über­span­nungs­fes­tig­keit, Schirm­wir­kung, Inter­modu­lati­ons­fes­tig­keit und Port-zu-Port-Entkopp­lung geachtet. Dazu kommen den Angaben des Herstel­lers zufolge eine geringe Durch­gangs­dämp­fung und eine gute Rück­fluss­dämp­fung.

So kommen die Dosen zunächst zum Einsatz

Nach Axing-Angaben wurden die Dosen in enger Abstim­mung mit Voda­fone entwi­ckelt. Grund­sätz­lich sei das Zubehör für den Kabel­anschluss aber auch in den Netzen anderer Betreiber nutzbar, sofern keine UKW-Signale mehr über­tragen werden und das Down­stream-Spek­trum erst ab 258 MHz belegt ist. Voda­fone setzt die Multi­media-Zwei­loch-Anten­nen­steck­dosen von Axing im ersten Schritt in bestimmten Wohnungs­bau­pro­jekten und im Rahmen von Pilot­pro­jekten ein.

Wie in einer weiteren Meldung bereits berichtet, stellt Voda­fone sukzes­sive bundes­weit die Kabel-TV-Frequenzen um.

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