Fernsehen

Vodafone: Kunden mit Problemen bei Kabel-TV-Umstellung

Voda­fone stellt bundes­weit die Kabel-TV-Frequenzen um. Einzelne Programme sind danach offenbar nicht mehr zu empfangen, wie ein Nutzer aus Baden-Würt­tem­berg beklagt.

Probleme für Vodafone-Kabelkunden Probleme für Vodafone-Kabelkunden
Foto/Logo: Vodafone, Montage: teltarif.de
Wie berichtet stellt Voda­fone bundes­weit die Frequenz­bele­gung in seinen Kabel-TV-Netzen um. Von einer bundes­weit einheit­lichen Bele­gung verspricht sich das Unter­nehmen vor allem mehr Spek­trum für den Internet-Zugang. Kunden sollen von höheren Band­breiten profi­tieren. Der ursprüng­liche Zweck der Breit­band­netze, die Vertei­lung von Fernseh- und Hörfunk­pro­grammen, droht zur Neben­sache zu werden.

Gegen­über teltarif.de beklagte beispiels­weise ein Voda­fone-Kabel­kunde aus Südbaden, dass er seit der Umstel­lung der Frequenz­bele­gung beispiels­weise das Dritte Fern­seh­pro­gramm des Nord­deut­schen Rund­funks nur noch in einer von vier Regio­nal­ver­sionen empfangen kann - er hatte aber bislang die Regio­nal­sen­dungen aus einem anderen Bundes­land genutzt. Das klappt jetzt nur noch via Internet, aber nicht mehr im klas­sischen Kabel­fern­sehen

Probleme mit Sender­such­lauf und Favo­riten­listen

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Foto/Logo: Vodafone, Montage: teltarif.de
Das Online­magazin Golem berichtet unter Beru­fung auf die Nürn­berger Nach­richten über Probleme mehrerer Nutzer aus allen Alters­gruppen nach der Umstel­lung der Kabel-TV-Frequenzen in Mittel­franken. Der Sender­such­lauf - der laut Voda­fone für die meisten Kunden gar nicht erfor­der­lich sein soll - sei ebenso wie das Abspei­chern der gewünschten Programme kompli­ziert.

Händler und Hersteller von Fern­seh­geräten seien zum Teil über­for­dert, wenn es um Fragen nach dem Sender­such­lauf und dem Sortieren der Favo­riten­liste geht. Die Voda­fone-Kunden­betreuung habe die Nutzung einer GigaTV-Box empfohlen. Diese schlage aber mit monat­lichen Zusatz­kosten von 7,99 Euro zu Buche.

Ein Voda­fone-Pres­sespre­cher erklärte gegen­über Golem, netz­seitig seien die Frequenzum­stel­lungen bislang ohne Probleme verlaufen. Die Geräte-Viel­falt in den Wohn­zim­mern sei aber eine Heraus­for­derung. Teil­weise werde der Sender­such­lauf in Unter­menüs versteckt, sodass er für die Anwender nur schwer zu finden sei.

Neue Frequenzen für bis zu 350 Programme

Unge­achtet der Probleme für einige Kunden setzt Voda­fone die Umstel­lungen weiter fort. Wie das Unter­nehmen mitteilte, ist die Frequenz­anglei­chung für die Nacht vom 21. auf den 22. September in Berlin geplant. Betroffen seien bis zu 350 Fernseh- und Hörfunk­pro­gramme. Bundes­weit abschließen will der in Düssel­dorf ansäs­sige Konzern die Frequenz­ände­rungen im kommenden Jahr.

Im Zuge dieser Maßnahme wird auch die Kabel­ein­spei­sung von Radio­pro­grammen im UKW-Bereich in Baden-Würt­tem­berg, Hessen und Nord­rhein-West­falen einge­stellt. Für den Kabel-Radio-Empfang benö­tigen die Kunden künftig den TV-Receiver oder eine eigene Set-Top-Box, während dazu bislang jedes UKW-Radio mit Anten­nen­buchse geeignet war.

DAB+ im Kabel­netz gibt es bislang zwar von M-net, nicht aber von Voda­fone.

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