Kabel-Modem

Vodafone: Router-Freiheit ohne Einschränkungen?

Vodafone arbeitet an der Umsetzung der Router-Freiheit und äußert sich zu den damit verbundenen Ein­schränkungen für den Kunden. Wer einen eigenen Router will, muss auf Service­leistungen verzichten.
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Nachdem Unitymedia sich zu der Umsetzung der Router-Freiheit geäußert hat, wendet sich nun auch Vodafone Kabel zu dem Thema an seine Kunden. Wir haben den Kabelnetz­betreiber unter anderem gefragt, was mit dem Beginn der Router-Freiheit für die Neu- und Bestands­kunden gilt sowie ob es bei den Bestands­kunden - wie bei Unitymedia - gewisse Ein­schränkungen geben wird.

Vodafone hat gegenüber teltarif.de betont, dass die freie Wahl des Routers für Neu- und Bestands­kunden Gültigkeit hat: "Nein, bei Vodafone gibt es solche oder anderslautende Ein­schränkungen nicht. Jeder Kabel-/DSL-Bestandskunde kann an seinem Anschluss ein eigenes Modem verwenden."

Vorbereitungen und Vorgaben

Vodafone äußert sich zur Router-FreiheitVodafone äußert sich zur Router-Freiheit Außerdem hat sich Vodafone zu den derzeitigen Vor­bereitungen für die Abschaffung des Router­zwangs geäußert sowie zu den Hardware-seitigen Voraus­setzungen: "Im DSL-Umfeld können Vodafone-Kunden heute schon eigene Router verwenden. Im Kabelbereich arbeiten wir derzeit daran, alle notwendigen Vorkehrungen zu treffen. Anfang August 2016 werden dann auch Kabel-Kunden von Vodafone fremde Router einsetzen können – vorausgesetzt, sie nutzen eine Hardware, die den für alle Hersteller vorgegebenen Standards entspricht. Diese werden zurzeit durch die ANGA, dem Verband Deutscher Kabelnetz­betreiber, unter Mithilfe aller Netzbetreiber und Hardware­hersteller aufgesetzt. In dieser Schnitt­stellen-Beschreibung ist unter anderem geregelt, welche Voraus­setzungen die Modems erfüllen müssen, damit sie an den Kabel-Anschlüssen der Anbieter in Betrieb genommen werden können."

Router-Freiheit kann zu Einschränkungen führen

Vodafone weist gegenüber teltarif.de daraufhin, dass man sich darüber im Klaren sein sollte, "dass die Router-Freiheit ein Stück weit mit Einschränkungen verbunden sein kann". So könne das Unternehmen bei einer Störung nur bei der Nutzung von Vodafone zur Verfügung gestellten Hardware gewähr­leisten, dass es "im Störfall den bisher gewohnten Umfang an Entstör-Maßnahmen" gebe. Doch was bedeutet das nun genau für den Kunden? Hier sagt Vodafone: "Für den Kunden bedeutet es, dass er sich bei defekter Hardware an den Hersteller seines gewählten Endgerätes wenden muss. Der Hersteller ist für die Beseitigung verantwortlich.

Des Weiteren muss der Nutzer im Falle einer Störung sehr genau prüfen, ob die Einschränkung in der Leitung oder bei der Hardware liegt und dann den verantwortlichen Anbieter/Hersteller kontaktieren. Nur bei Verwendung der Vodafone-eigenen Hardware ist ein vollständiger Unterstützungs-Umfang gewährleistet, welche auch die Vodafone Hardware einschließt. Und nur hier kann Vodafone eine schnelle Fehler-Analyse und -Beseitigung garantieren."

Eigener Router, kein Service

Vodafone bietet eigene DSL- und Kabel-Modems an, die laut eigener Aussage bereits für den eigenen Anschluss optimiert sind. Dies bedeutet, sie sind "geeignet verifiziert und geprüft". Aus diesem Grund wird Vodafone zufolge "die Auswahl eines Fremdgerätes durch den Kunden maßgeblich einen Einfluss haben, ob die bei Vodafone gebuchten Produkte auch vom Kunden im vollen Umfang der qualitativen Möglich­keiten genutzt werden können". In puncto Router-Sicherheit muss sich der Kunde selbst um die Durchführung regelmäßiger Updates kümmern. Der Anbieter sagt: "Bei Vodafone-eigenen Geräten sorgen wir für die Installation der neuesten Firmware." Kunden, die einen eigenen Router mit Kabel-Modem am Vodafone-Kabel-Anschluss verwenden möchten, müssen auch "auf Service-Eigenschaften wie den kostenfreien Routertausch und die Vor-Ort-Installations-Hilfen" verzichten.

Wir zeigen in einem weiteren Artikel, was Unitymedia-Kunden beachten und tun müssen, wenn sie ein Kabel-Modem kaufen und welche Einschränkungen es gibt.

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