Weg frei

Kabel-Deutschland-Übernahme: Liberty Global gratuliert Vodafone

Weg für Vodafone wohl frei - befristete Arbeitsplatzgarantie vereinbart
Von Marc Kessler
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Was sich bereits abge­zeichnet hat, ist nun offiziell: Liberty Global, neben Vodafone ebenfalls Mitbieter im Kampf um die Über­nahme von Kabel Deutschland, ist definitiv aus dem Rennen. "Unglück­licherweise sind uns die Vodafone-Jungs beim Versuch, den Rest Deutsch­lands zu konsolidieren, zuvorgekommen", zitiert Bloomberg Liberty-Global-Chef John Malone. "Wir wünschen Vodafone viel Erfolg. Wir hoffen, sie werden ein guter Mitspieler auf dem Kabelmarkt."

Weg für Vodafone nun wohl frei

Vodafone-ZentraleDie neue Vodafone-Zentrale in Düsseldorf Man sei nun auf der Suche nach günstigen Kauf­gelegen­heiten in Südeuropa, wenn sich die dortige Wirtschaft wieder erhole. Wie berichtet, hatte Vodafone den Kabel-Deutschland-Aktionären zuletzt 87 Euro pro Aktie geboten, was (inklusive der Berück­sichtigung von Schulden) einer Bewertung des Münchener Kabel­unter­nehmens von rund 10,7 Milliarden Euro entspricht. Die Führungs­spitze von Kabel Deutschland hatte den Aktionären empfohlen, das Vodafone-Angebot anzunehmen.

Der Weg ist für Vodafone damit offenbar frei: Das Handelsblatt hatte schon gestern gemeldet, der Konzern wolle die Übernahme nach der Hauptversammlung bei Kabel Deutschland Ende Oktober abschließen. Eine Blockade der Übernahme durch das Bundes­kartell­amt erwarte Vodafone-Group-Chef Vittorio Colao nicht.

Keine Entlassungen durch KDG-Übernahme bis Ende 2014

Unterdessen hat Vodafone seinen Ange­stellten garantiert, (nur) im Zusammen­hang mit der Kabel-Deutschland-Übernahme keine Entlassungen bis Ende 2014 auszusprechen. Eine solche Vereinbarung hat die Geschäftsleitung des Düsseldorfer Unter­nehmens mit Betriebs­räten und IG Metall ausgehandelt. Einen entsprechenden Bericht der Rheinischen Post hat Vodafone-Sprecher Kuzey Esener unserer Redaktion bestätigt.

Allerdings plant Vodafone auch weiterhin, seinen Kunden­service bis 2015 in eine eigene Service-Gesellschaft auszulagern (teltarif.de berichtete), um die Einstiegs­gehälter für Beschäftigte abzusenken. Zudem werden Teile der Informations­technologie nach Indien und Teile der Netzwerk­überwachung nach Rumänien verlagert.

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