Filesharing-Limit

10-GB-Drossel: Vodafone rudert zurück

Laut einem Medienbericht will Vodafone die heiß diskutierte 10-GB-Drossel für Filesharing doch nicht anwenden. Jetzt soll sogar das bisherige 60-GB-Limit fallen.
Von Marie-Anne Winter
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Vodafone rudert zurück: Keine 10-BG-Drossel für FilesharerVodafone rudert zurück: Keine 10-BG-Drossel für Filesharer Die Nachricht, dass Vodafone bei seinen Kabel-Deutschland-Verträgen nun die in den Verträgen bereits seit längerem enthaltene Drossel-Klausel für Filesharing tatsächlich anwenden wolle, sorgte für große Aufregung: Was genau ist überhaupt Filesharing und was nicht? Und vor allem: woher weiß Vodafone eigentlich, was seine Kunden im Internet machen? Über diese und ähnliche Fragen wird derzeit in Internetforen heiß diskutiert.

In der besagten Klausel heißt es: "Ab einem Gesamtdatenvolumen von mehr als 10 GB pro Tag wird die Übertragungsgeschwindigkeit nur für File-Sharing-Anwendungen und nur bis zum Ablauf desselben Tages auf 100 KBit/s begrenzt. Alle anderen Anwendungen (z. B. Internetsurfen, Video-Streaming, Video-on-Demand, Social Networks) sind hiervon nicht betroffen." Das bedeutet, dass Normalnutzer vermutlich ohnehin nie etwas von dieser Drosselung gemerkt hätten. Trotzdem rudert Vodafone nun wieder zurück - wie Spiegel Online berichtet, erklärte Vodafone gegenüber dem Magazin, dass es sich um ein Pilotprojekt gehandelt hätte und je nach Ergebnis geplant gewesen wäre, eine solche Drossel im Kabelgebiet weiter auszurollen oder eben nicht. Die bisherigen Ergebnisse des Tests würden Vodafone allerdings dazu bewegen, die Maßnahme nicht fortzuführen.

Und Vodafone geht jetzt sogar noch einen Schritt weiter: Nun sollen sämtliche Beschränkungen für Filesharing-Dienste aufgehoben werden, denn bislang griff die Drosselgrenze ab einem Verbrauch von 60 Gigabyte pro Tag. Die AGB sollen aber nicht entsprechend geändert werden, es ginge ausdrücklich um die praktische Umsetzung der Richtlinien. Laut Vodafone wäre ohnehin nur ein geringer Bruchteil der Kunden betroffen gewesen. Die Nutzung von Diensten wie Dropbox oder WeTransfer wäre ohnehin nicht von der geplanten Drosselung betroffen gewesen.

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