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Neue Anwendungen im Test: Was das HTC Magic kann

Das neue Vodafone-Gerät bietet Features für die Always-on-Generation
Von Hagen Hellwig

Nach dem G1 von T-Mobile, das Anfang Februar 2009 nach Deutschland kam, wird noch im April das zweite Google-Handy hierzulande angeboten, das HTC Magic. Exklusiv-Provider Vodafone bezeichnet es als "das erste echte Touchsceen-Handy mit Android-Betriebssystem". Einige Journalisten bekamen das gute Stück am 24. April überreicht.

HTC Magic

Erster kleiner Kritikpunkt zur Kommunikation: Ein Touchscreen-Handy für Puristen ist das Magic nicht, hat es doch ganze sieben Tasten plus seitlichen Wippschalter. Zum Vergleich: Das G1 kommt auf sechs, das iPhone dagegen begnügt sich mit einer Taste. Immerhin verzichtet HTC diesmal auf eine separate Klapp-Tastatur, wie sie das G1 hat. Die virtuelle Tastatur ist allein berührungssensitiv, also nicht mit einem Stift zu bedienen. In der Praxis funktioniert dieses Prinzip meistens - aber nicht immer. Fehleingaben sind zwar selten, ein drucksensitives Display wäre per Stift aber genauer zu bedienen. Am Ende ist das aber eine Frage von Geschmack und Gewohnheit. Das HTC Magic in schwarz Vorderseite Das HTC Magic in schwarz Vorderseite
Bild: HTC

Das Gerät ist ansonsten weitgehend baugleich mit dem Modell G1 von HTC, das von T-Mobile angeboten wird. Die Plastikschale bemüht sich um ein edles Erscheinungsbild. Die äußere Aufmachung kommt dennoch eher billig daher, wie von anderen HTC-Geräten gewohnt. Vodafone will bei der Formgebung "sexy Kurven" ausfindig gemacht haben – keine Ahnung, welche Phantasien den Kopf den Erfinder dieser Formulierung sonst noch umtreiben. Zielgruppe ist laut Vodafone jedenfalls jedermann und meint wohl auch jede Frau.

Starker Akku, leistungsfähiger Prozessor, mehr Speicher

HTC Magic in weiß Rückseite Das HTC Magic in weiß Rückseite
Bild: HTC
Eine Hardware-Verbesserung betrifft den Akku, der nunmehr mit einer Leistung von 1340 mAh aufwartet, also rund 20 Prozent mehr als beim G1. Denn ständiger Betrieb nicht nur durch Dauergespräche, sondern auch aufgrund von Datentransfers und aufwendige Anwendungen mit entsprechender Rechenleistung verlangen ihren Tribut. Die Rechenpower leistet ein 528-MHz-Prozessor. Außerdem wurde an der mitgelieferten microSD-Speicherkarte nicht gespart: Sie hat eine Kapazität von 8 GB gegenüber 2 GB beim G1.

Herausragende Ausstattungsmerkmale des HTC Magic sind der Up-to-date-Connectivity-Standard mit HSDPA (7,2 MBit/s) bzw. HSUPA (2 MBit/s) , GPS- bzw. AGPS-Ortung inklusive eines digitalen Kompasses und dem so genannten G-Sensor, WLAN und Bluetooth. Da kann man nicht meckern. Durch die Kompass-Funktion in Verbindung mit der Standortbestimmung ist das Gerät in der Lage, ausgewählte Objekte wie zum Beispiel die nächste Tankstelle, Sehenswürdigkeiten oder kommerzielle Einträge wie Shops und Dienstleister mit Entfernungsangabe anzuzeigen.

Internet-Flatrate wird nahezu zwingend

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Im Fokus stehen bei dem neuen HTC Magic Internet-Anwendungen für die "24/7-online-Generation". Deshalb empfiehlt Vodafone gleich einen entsprechenden Flatrate-Tarif, um böse Überraschungen durch hohe Kosten für Datenübertragungen zu vermeiden. Die Tarife bewegen sich von monatlich 24,95 Euro (200 MB inklusive) bis zu 119,95 Euro (Sprach- und Internet-Flatrate). Wer dennoch unbedingt nur das reine Gerät ohne jegliche Vertragsbindung und Tarifoptionen erwerben möchte, zahlt einmalig 569,90 Euro für die Hardware.
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