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Vodafone: 433 000 neue Festnetz- & Kabel-Kunden binnen Jahresfrist

In Düsseldorf sieht man sich auf einem guten Weg: Das Geschäft wachse so gut wie seit sechs Jahren nicht mehr.
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Vodafones Geschäft in Deutschland wächst so gut wie seit sechs Jahren nicht mehr - sagt das Unternehmen heute selbst bei der Vorlage seiner Quartalszahlen. Und die Zahlen bestätigen dies offensichtlich. Im Geschäftsjahr 2016/17 sind die Service-Umsätze "trotz regulatorischen Gegenwinds in der Branche" so stark wie bei keinem anderen Netzbetreiber gewachsen. Der Gesamt-Serviceumsatz wächst um 1,9 Prozent, der Festnetz-Serviceumsatz um 4,8 Prozent, der Mobilfunk-Serviceumsatz um 0,1 Prozent. Binnen eines Jahres hat Vodafone zudem nach eigenen Angaben drei Millionen neue SIM-Karten ins Netz gebracht und zählt somit jetzt 44,6 Millionen aktive Karten. Vodafone-Chef Hannes AmetsreiterVodafone-Chef Hannes Ametsreiter

44,6 Millionen aktive SIM-Karten - inklusive IoT & Co.

"Bei Umsatz, SIM-Karten und Ertrag wachsen wir so stark wie seit langem nicht mehr - und zugleich stärker als der Wettbewerb", so Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter. "Als Gigabit Company haben wir in den letzten Monaten den Takt vorgegeben: bei schnellen Netzen, Innovationen genau wie im Internet der Dinge. Zugleich haben wir unsere Kosten stets im Blick gehalten. Diesen Kurs wollen wir fortsetzen."

Das knappe Wachstum im Mobilfunk sei stärker gewesen, hätte es nicht zahlreiche regulatorische Effekte gegeben, bemängelt Vodafone. Ähnlich hatten sich auch schon die anderen Netzbetreiber geäußert. Ohne den Regulierungseffekt aus reduzierten mobilen Terminierungsentgelten und EU-Daten-Roaming sei das Mobilfunkgeschäft um 1,6 Prozent gewachsen. Dazu trage vor allem das Kundenwachstum im Geschäftsjahr bei. Die Vertragskundenbasis steigt um 212 000, die Prepaid-Kundenbasis um 174 000 Teilnehmer. Die Anzahl seiner SIM-Karten im Netz kann Vodafone um rund 3 Millionen steigern. Mitgezählt werden hier aber neben den eigenen Kunden auch die Kunden der Provider (wie 1&1) sowie IoT- und M2M-Karten. Diese Zählweise ist durchaus üblich.

Beim Internet der Dinge ist Vodafone weltweit Marktführer mit 54 Millionen mobil vernetzten Maschinen, davon 10 Millionen Fahrzeuge. Mit 30 Herstellern arbeitet Vodafone als Digitalisierungspartner der Autoindustrie bereits zusammen. Der Telekommunikationskonzern arbeitet am Internet der Dinge - ob in seinem Automotive-Werk in Varese, seinen IoT Future Labs am Düsseldorfer Campus oder mit zahlreichen Partnern. Gemeinsam mit innogy und Philips tüftelt Vodafone an smarten Städten, mit Kiwigrid an smarten Stromnetzen, mit der Bahn an smarten Bahnhöfen, mit Yamaha, BMW und Piaggio an intelligenten Zweirädern - und mit Audi an Autos, die künftig um die Ecke schauen können. Einen Einblick in diese Welt hatte Vodafone auf der CeBIT gegeben.

Festnetz: DSL und Kabel legen binnen Jahresfrist um 320 000 Kunden zu

Das Festnetzgeschäft wächst im Geschäftsjahr 2016/17 um 4,8 Prozent. Auch hier hätten regulatorische Einschnitte durch abgesenkte Terminierungsentgelte die Umsätze beeinflusst. Ohne diesen Effekt sei der Festnetz Service-Umsatz im Geschäftsjahr 2016/17 um 5,1 Prozent gestiegen. Der Service-Umsatz im Kabelgeschäft wächst mit 8,2 Prozent weiterhin stark. Im DSL-Geschäft legt Vodafone mit einem Plus von 0,8 Prozent erstmals seit fünf Jahren hier wieder ein Wachstumsjahr hin. Nur im TV-Geschäft gibt es Rückgänge zu vermelden: 44 000 Kunden haben keine Lust mehr auf TV von Vodafone - es bleiben aber noch 7,744 Millionen Nutzer.

Insgesamt zählt Vodafone 2,918 Millionen DSL- und VDSL-Kunden - 44 000 Kunden mehr als ein Quartal zuvor. Im Kabelnetz sind nun 3,340 Millionen Kunden aktiv - 79 000 mehr als im Vorquartal. Binnen Jahresfrist konnte Vodafone gar somit 433 000 neue Festnetzkunden gewinnen: 113 000 davon für seine DSL- und 320 000 für seine Kabel-Anschlüsse. "Fast die Hälfte unserer Kabel-Neukunden entscheidet sich mittlerweile für 200 M Bit/s oder 400 MBit/s schnelle Tarife." Im Sommer werden die Düsseldorfer für 20 Prozent ihrer Kabelhaushalte bereits 500 MBit/s zur Verfügung stellen.

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