Daten-Rekord

Internet-Nutzung im Vodafone-Fest­netz explodiert

Im Voda­fone-Fest­netz explo­diert die Internet-Nutzung. Allein 2021 wurden 48 Exabyte Daten über­tragen. Auch der Netz­ausbau schritt voran.

Im Vodafone-Festnetz werden immer mehr Daten übertragen Im Vodafone-Festnetz werden immer mehr Daten übertragen
Foto: Vodafone
Nach wie vor nutzen rund 85 Prozent aller Haus­halte in Deutsch­land einen Fest­netz­anschluss. Während die Tele­fonie stagniert, berichtet Voda­fone über neue Rekorde beim Daten­ver­kehr. Dazu tragen nach Angaben des in Düssel­dorf ansäs­sigen Netz­betrei­bers unter anderen das Arbeiten im Home Office und Video-Strea­ming bei. Einen immer höheren Stel­len­wert haben dabei auch Fußball-Über­tra­gungen bei Anbie­tern wie Amazon und DAZN.

Insge­samt flossen im vergan­genen Jahr rund 48.000 Peta­byte (48 Exabyte) Daten durch die DSL- und Kabel-Infra­struktur von Voda­fone. Das seien umge­rechnet mehr als 500 Millionen Filme in HD-Qualität und ein Rekord für den Tele­kom­muni­kati­ons­dienst­leister. 2020 haben die Fest­netz-Kunden von Voda­fone etwa 37.000 Peta­byte Daten über­tragen, 2019 waren es 27.000 Peta­byte.

"Wir gehen davon aus, dass das Daten­wachstum auch in diesem Jahr deut­lich ansteigen wird", prognos­tiziert Voda­fone-CTO Gerhard Mack. Denn im vergan­genen Jahr hat Voda­fone den einmil­lionsten Gigabit-Kunden gewonnen. Beson­dere Last­spitzen wie noch im ersten Pandemie-Jahr, als Millionen Arbeit­nehmer im Lock­down urplötz­lich ins Home Office und Schüler von zu Hause aus lernen mussten, haben dem Netz­betreiber zufolge kaum noch Einfluss auf die kriti­schen Spit­zen­last­zeiten, in denen beson­ders viele Nutzer im Internet unter­wegs sind. Das gelte auch für den Upstream, zumal in den Kabel­netzen auch dafür mitt­ler­weile der DOCSIS-3.1-Stan­dard zum Einsatz komme.

Berufs- und Feier­abend-Verkehr im Voda­fone Fest­netz

Im Vodafone-Festnetz werden immer mehr Daten übertragen Im Vodafone-Festnetz werden immer mehr Daten übertragen
Foto: Vodafone
"Zwischen 8 und 17 Uhr fließen beson­ders viele Daten in Rich­tung Micro­soft-Server. Im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit hat sich der Daten­ver­kehr hier mehr als verzehn­facht", sagt Gerhard Mack. "Grund dürfte die weit verbrei­tete Teams-Nutzung sein." Ab 17 Uhr sinkt der Berufs­ver­kehr rapide ab, die Daten­ströme verla­gern sich in Rich­tung Server von Amazon, Netflix oder Google (YouTube) und lassen sich vermut­lich dem Frei­zeit­bereich zuordnen. Den größten Anteil im Fest­netz machen Daten aus, deren Quelle Netflix ist. Rund 25 Prozent macht der Netflix-Verkehr am Gesamt­kuchen aus.

Anders als während des ersten Corona-Lock­downs im Früh­jahr 2020 fallen Spiele-Down­loads heute kaum noch ins Gewicht. Dafür machen sich die Über­tra­gungen von der UEFA Cham­pions League bei Amazon Prime Video bemerkbar. Den bislang höchsten Wert in der Spitze verzeich­nete Voda­fone mit 22 TBit/s im November 2021 beim Spiel von Borussia Dort­mund gegen Besiktas Istanbul. An Tagen ohne Fußball­über­tra­gungen liegen die Spit­zen­werte nach Voda­fone-Angaben bei etwa 17 TBit/s.

Im vergan­genen Jahr wurden 1,5 Millionen neue Gigabit-fähige Internet-Anschlüsse im Kabel­netz von Voda­fone geschaffen. Die Gesamt­zahl der Haus­halte, die Gigabit-Geschwin­dig­keit im Voda­fone-Kabel­netz buchen können, ist auf 23,7 Millionen gestiegen. Das sind rund 60 Prozent der Bevöl­kerung Deutsch­lands. Abseits der mit dem Kabel­netz versorgten Regionen forciert Voda­fone auch den Glas­faser-Ausbau.

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