Netzausbau

Vodafone 5G-Ausbau: 18.000 Anten­nen an 6000 Standorten

Voda­fone versorgt mitt­ler­weile 45 Millionen Menschen mit dem neuen 5G-Netz. Bis 2023 soll der Versor­gungs­grad auf 60 Millionen Menschen steigen.

Voda­fone versorgt nach eigenen Angaben mitt­ler­weile mehr als die Hälfte der Bevöl­kerung mit dem neuen 5G-Mobil­funk­netz. Der neue Netz­stan­dard sei für mehr als 45 Millionen Menschen in Deutsch­land zuhause verfügbar. Dafür sorgten rund 18.000 Antennen an 6000 Stand­orten. Im vergan­genen Jahr habe sich die Anzahl der für 5G genutzten Antennen verdrei­facht.

Ursprüng­lich hatte sich der in Düssel­dorf behei­matete Mobil­funk-Netz­betreiber vorge­nommen, bis zum Jahres­wechsel 2021/22 rund 20 Millionen Menschen mit 5G zu versorgen. Vor einem Jahr sei das Ausbau­ziel auf 30 Millionen Personen erhöht worden. Nun sei es gelungen, dieses Ziel deut­lich zu über­treffen und mit mehr als 45 Millionen Leuten eine Bevöl­kerungs­abde­ckung von mehr als 50 Prozent zu erzielen. Vodafone bilanziert 5G-Ausbau Vodafone bilanziert 5G-Ausbau
Foto: Vodafone

5G Stan­dalone als einziger deut­scher Netz­betreiber

Als einziger deut­scher Mobil­funk-Netz­betreiber bietet Voda­fone seit dem Früh­jahr 2021 auch 5G Stan­dalone für Endver­brau­cher an. Darunter ist das vom LTE-Stan­dard unab­hän­gige 5G-Netz zu verstehen. Vorteil für die Kunden sind Reak­tions­zeiten im Bereich von 10 Milli­sekunden. Das kann 5G Non-Stan­dalone nicht leisten, da es sich hierbei "nur" um eine Erwei­terung des LTE-Netzes handelt, das in erster Linie höhere Daten­über­tra­gungs­geschwin­dig­keiten mit sich bringt.

Bislang wird 5G Stan­dalone nur von Smart­phones der Hersteller Oppo und Samsung unter­stützt. Zudem müssen inter­essierte Kunden den Stan­dard über eine eigene Option frei­schalten. Diese ist kostenlos, aber derzeit - anders als der Zugang zu 5G Non-Stan­dalone - nur für Kunden mit einem festen Vertrags­ver­hältnis verfügbar.

"Echter" 5G-Vorteil vor allem auf hohen Frequenzen

Vier Frequenzbereiche für neuen Netzstandard Vier Frequenzbereiche für neuen Netzstandard
Grafik: Vodafone
Die deut­schen Mobil­funk-Netz­betreiber - und somit auch Voda­fone - setzen für den 5G-Ausbau auf verschie­dene Frequenz­bereiche von 700 MHz bis 26 GHz. Die nied­rigen Frequenzen ermög­lichen einen schnellen Flächen­ausbau, bringen aber hinsicht­lich der Perfor­mance des mobilen Inter­net­zugangs nur vergleichs­weise kleine Vorteile gegen­über LTE. Auf den Frequenzen um 3,6 und 26 GHz sind hohe Band­breiten möglich. Dafür ist die tech­nische Reich­weite der Basis­sta­tionen teil­weise auf einen Radius von wenigen hundert Metern begrenzt.

Bis 2023 will Voda­fone mehr als 60 Millionen Menschen in Deutsch­land mit 5G versorgen. Dann sei auch das von LTE unab­hän­gige 5G-Netz für alle Nutzer verfügbar. Das sorgt für die bereits erwähnten nied­rigen Ansprech­zeiten, die - anders als hohe Über­tra­gungs­geschwin­dig­keiten - auch auf nied­rigen Frequenzen möglich sind.

In einer weiteren Meldung finden Sie Details zum Ausbau aller deut­schen Mobil­funk­netze in den vergan­genen Wochen.

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