Auf der Überholspur

Vodafone: 5G-Netze werden in Echt­zeit reagieren

Bei der Eröffnung des 5G-Labs in Düsseldorf präsentiert Vodafone seine Zukunftsvisionen für die Vernetzung von Mensch und Maschine und stellt die neue Technologie als Taktgeber für weitere vor.
Aus Düsseldorf berichtet /
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Ein guter Tag für den CEO von Vodafone Deutschland, Hannes Ametsreiter. Eigentlich ist er in Düsseldorf, um die Eröffnung des 5G-Labs in der Nordrhein-Westfälischen Landeshauptstadt zu feiern. Doch direkt zu Beginn wird er von Fernsehteams umringt, die sich in erster Linie für die Übernahme von Unitymedia durch Vodafone interessieren. Ja, er freut sich, das Vodafone die Aktivitäten von Unitymedia übernommen hat, "das läuft jetzt in die kartellrechtliche Prüfung." Danach steht aber wieder der eigentliche Grund des Besuches auf dem Programm: Das künftige 5G-Netz und die einhergehenden technologischen Möglichkeiten.

Bessere Latenz mit 5G

Vodafone 5G-LabEin Roboter eröffnet das Vodafone 5G-Lab in Düsseldorf. Mit dem Koaxnetz und dem neuen Standard DOCSIS 3.1 sollen Geschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/s möglich werden. Wo es kein Koaxkabel gibt, soll Glasfaser das Gigabit-Netz bringen. 5G wird eine bessere Latenz haben. Der Mensch hat eine Latenz von 1 Millisekunde bei seinen Reaktionen. Künftig können die Netze also in Echtzeit reagieren. Mittels Beamforming können einzelne Teilnehmer gezielt besser versorgt werden und das Network Slicing erlaubt es, Dienste und Anwendungen streng zu trennen.

5G werde ein Netz für Menschen und Maschinen und Taktgeber für neue Technologien sein. Das von dem Telekommunikationsunternehmen ins Leben gerufene 5G-Lab in der Stadt am Rhein testet und bietet Kollaborationen für alle Anbieter von Produkten, Geräten oder Anwendungen, die mit der neuen 5G-Technologie arbeiten wollen. Antennen können getestet werden, aber auch Einbausätze fürs Auto.

Düsseldorfs Bürgermeister wurde bereits digitalisiert

Ametsreiter sieht die Riesenchance, Deutschland zu beschleunigen. Konkret sollen 25 Millionen GigaBit-Anschlüsse mit DOCSIS 3.1 und Glasfaser geschaffen werden, was auch Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel freut. Der Bundestagsabgeordnete und IT-Berater Thomas Jarzombek (CDU) wünscht sich Vodafone "nach dem Brexit komplett in Düsseldorf."

Für den symbolischen Knopfdruck hat Vodafone CTO Eric Kuisch den Bürgermeister bereits digitalisiert. Ein Roboter drückt den symbolischen Roten Knopf.

In unserem Ratgeber finden Sie ausführliche Informationen zu DOCSIS 3.1.

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