Video on Demand

Disney+: Star Wars & Co gibt es ab 5,83 Euro im Monat

Der Markt für VoD-Anbieter füllt sich. Im November kommt Disney+ dazu, die Abopreise bewegen sich über­raschen­derweise im unteren Bereich.
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Immer mehr Menschen nutzen an Stelle von tradi­tionellem Fern­sehen Video-Strea­ming: im vergan­genen Jahr laut Statista auf der ganzen Welt mehr als 1,02 Milli­arden. Bis 2023 soll dieser Wert auf 1,24 Milli­arden steigen. Ein Kuchen, an dem immer mehr Unter­nehmen mit naschen wollen.

Disney+ startet im November

Disney steigt mit moderaten Preisen in den VoD-Markt ein.Disney steigt mit moderaten Preisen in den VoD-Markt ein. Diese Woche hat Disney den lang erwar­teten Start­zeit­punkt für sein Strea­ming-Angebot bekannt gegeben: Ab dem 12. November 2019 wird Disney+ in den USA, Kanada und den Nieder­landen verfügbar sein, am 19. November folgen Austra­lien und Neusee­land. Wann der Service auch deut­schen Nutzern zur Verfü­gung steht, ist aller­dings noch unge­wiss.

Wer mit dabei sein will, braucht keinen prall gefüllten Geld­beutel zu haben: Mit 6,99 Euro monat­lich oder 69,99 Euro im Jahr – das sind dann rech­nerisch gerade Mal rund 5,83 Euro im Monat – orien­tiert sich der Unter­haltungs­riese eher am unteren Preis­niveau der Konkur­renz. In den USA sind die Euro-Preise übri­gens Dollar-Preise und damit noch güns­tiger.

Disney am unteren Ende der Preis­skala

Wie die Stra­tegie- und Marke­ting­bera­tung Simon-Kucher in einer aktu­ellen Studie zur Rele­vanz und Nutzung von Strea­ming-Diensten heraus­fand, empfinden Nutzer einen monat­lichen Preis von circa zehn Euro für das eben­falls neue Strea­ming-Angebot von Apple (Apple TV+) durchaus noch als fair. Disney liegt mit seinem Preis deut­lich unter dieser Marke, auch Netflix ist mit seinem Basis-Angebot für 7,99 Euro knapp teurer. Ledig­lich mit Amazon Prime liegen die Mickey Mäuse gleich auf: Der Versandriese verlangt für seinen Dienst 69 Euro pro Jahr.

Ziel­gruppe zu klein?

Warum gibt man sich bei Disney so bescheiden? Bei Simon-Kucher vermutet man, dass das Programm­angebot der Grund hierfür ist. Mit den Marken Disney, Pixar, Marvel, Star Wars und National Geogra­phic ist es eher ein auf Kinder und Fami­lien zuge­schnit­tenes Special-Inte­rest-Angebot. Da hier keine so große Ziel­gruppe wie bei Wett­bewer­bern zu erwarten sei, entscheide sich der Konzern für mehr Attrak­tivität durch einen nied­rigeren Preis.

Die höhere Zahlungs­bereit­schaft für Apple TV+ sei an ein breiter aufge­stelltes (und mögli­cher­weise auch exklu­siveres) Content-Angebot gekop­pelt. Inso­fern sei die ange­kündigte Preis­politik auf den ersten Blick plau­sibel, aber auch sehr konser­vativ. Disney orien­tiert sich damit jeden­falls nicht an der kommu­nizierten Zahlungs­bereit­schaft vieler Zuschauer und könnte damit bares Geld verschenken. Ob sich diese Preis­politik für Disney+ bewährt, wird sich zeigen, wenn die genauen Inhalte es Senders bekannt sind, so das Bera­tungs­unter­nehmen

Einen Über­blick über die Video-on-Demand-Ange­bote in Deutsch­land finden Sie übri­gens auf unserem Strea­ming-Spezial

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