Bei Anruf Betrug

Vishing-Mails in Umlauf: Betrug per selbst getätigtem Anruf

Gefälschte E-Mails vermeint­lich von Anbie­tern wie Amazon und PayPal mit der Bitte nach einem Anruf suchen gerade das Internet heim. Wer darauf rein­fällt, kann den Betrü­gern vertrau­liche Daten weiter­geben.

Neben dem Phis­hing ist das Vishing ein großer Trend bei Betrugs­ver­suchen, in der jüngsten Vergan­gen­heit häuften sich diese Vorfälle. Während beim Phis­hing via E-Mail oder SMS Nach­richten mit Links unter miss­brauchten Firmen­namen verschickt werden, beinhaltet Vishing Tele­fon­num­mern. Oftmals wird dem Opfer sugge­riert, er habe eine teure Bestel­lung aufge­geben und soll das Miss­ver­ständnis per Anruf klären. Bei diesem werden sensible Daten abge­fragt. Unter anderem werden Mittei­lungen von Amazon und PayPal gefälscht. Kaspersky schil­dert die Sach­lage.

Bitte anrufen, um betrogen zu werden

Beispiele von Vishing-E-Mails Beispiele von Vishing-E-Mails
Kaspersky
Seit Jahr­zehnten gibt es lästige Tele­fon­anrufe, welche Bürger in eine Kosten­falle locken oder sensible Daten heraus­finden wollen. Im digi­talen Zeit­alter ist diese Prozedur etwas über­holt und so gehen auch die Täter neue Wege. Anstatt selbst zum Hörer zu greifen, sollen sich jetzt die Opfer bemühen. Was kurios klingt, ist eine gewiefte Masche namens Vishing. Dabei handelt es sich um eine Wort­schöp­fung aus Voice und Phis­hing. Der Sprach­anruf ergänzt somit den Link bei Betrugs­ver­suchen.

Kaspersky macht auf eine aktu­elle Welle an Vishing aufmerksam. Ironi­scher­weise wurde der Anti­viren-Profi selbst Opfer der Methodik. Es sind auch E-Mails in Umlauf, die sich als Nach­richten von Kaspersky ausgeben und auf ein angeb­lich abge­schlos­senes Abon­nement verweisen. Um die Sach­lage zu klären, soll man die ange­gebene Rufnummer wählen. Das Unter­nehmen erklärt, dass es das in der E-Mail erwähnte Schutz-Paket namens Kaspersky Total Protec­tion gar nicht gibt.

Tipps für den Umgang mit Vishing

Am Beispiel von Kaspersky wird ersicht­lich, dass die Fälschungen keines­wegs perfekt sind. So lassen sich die Mittei­lungen durch inkor­rekte Angaben entlarven. Wenn Sie E-Mails über Käufe, die Sie Ihrer Kenntnis nach nicht abge­schlossen haben, erhalten, agieren Sie mit Bedacht. Eine Über­prü­fung der Bestel­lungen im Konto des betref­fenden Shops oder Dienstes gibt zügig Aufschluss. Ergän­zend können Sie Ihre Konto­aus­züge sichten. Die ange­gebene Rufnummer dubios anmu­tender E-Mails sollte unter keinen Umständen kontak­tiert werden.

Kaspersky empfiehlt ein Anti­viren­pro­gramm, das auch Mittei­lungen durch­forsten und betrü­geri­sche Exem­plare aussor­tieren kann. Ein Viren­schutz für Windows 10 ist gene­rell ratsam.

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