Creators Update

Microsoft optimiert Windows-10-Virenschutz Defender deutlich

Im Zuge des kommenden Creators Update wird Microsoft die Funktionalität seines vorinstallierten Virenschutzprogramms deutlich erweitern.
Von Daniel Rottinger
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Bei Windows 10 ist das Virenschutzprogramm Defender vorinstalliert und soll den PC gegen Gefahren aus dem Netz absichern. Mit dem im April erscheinenden Creators Update bessert Microsoft nach und erweitert die Funktionen des Tools.

Während sich der Windows Defender bislang noch in einem klassischen Windows-Fenster präsentiert und nur begrenzt Einstellungsmöglichkeiten bietet, wird der IT-Konzern im Rahmen des Creators Updates eine umfangreiche Neuausrichtung vornehmen. Dabei wird nicht nur das Design überarbeitet, auch sonst gibt es einige Neuerungen.

Windows Defender im Vorher-Nachher-Vergleich
Windows Defender im Vorher-Nachher-Vergleich
Wir haben uns die neue Defender-App in der Vorabversion (Build 15002) angesehen und uns einen eigenen Eindruck davon gemacht. Um auf den Defender zuzugreifen, tippt der Nutzer den Begriff Defender in die Suchleiste und bestätigt die Eingabe mit der Enter-Taste. Anschließend öffnet sich ein neues Programmfenster. Zunächst wird eine Übersichtseite in der Defender-Anwendung angezeigt, die über den aktuellen Sicherheitsstatus Auskunft erteilt. So informiert das Dashboard etwa über die letzte Virenprüfung, Updatedefinition und den "Gesundheits"-Scan. Über große Symbole werden die einzelnen Teilbereiche des Defenders dargestellt. Sofern das Programm keine Fehler oder Sicherheitslücken ausmachen konnte, sind die Symbole mit grünen Häkchen markiert.

Wir haben uns zunächst für den Bereich Virus & threat protection entschieden. In der Unterseite wird angezeigt, wie viele Dateien beim letzten Scanvorgang geprüft und ob dabei eine schadhafte Datei entdeckt wurde. Durch einen Klick auf den Button Quick scan kann der Nutzer einen schnellen Scanvorgang durchführen, alternativ ist auch ein erweiterter Prüfvorgang durch einen Klick auf den Text Run a new advanced scan möglich. Hierbei kann der Anwender auch auswählen, ob er einen sogenannten Offline Scan durchführen möchte. Dabei soll der Scan erst nach einem Neustart vorgenommen werden, in unserem Test funktionierte das Feature allerdings nicht.

Mehr als nur ein Virenscanner

Übersicht der unterschiedlichen SystembereicheÜbersicht der unterschiedlichen Systembereiche Der Windows Defender will in der neuen Version mehr als nur ein einfacher Virenscanner sein. So wird der Nutzer etwa im Unterpunkt Health report über den Zustand der Windows Updates, der Speicherbelegung, Gerätetreiber und den Akkustatus informiert. Unterhalb des System-Gesundheitsreports wird die Option namens Refresh Windows angezeigt. Konkret handelt es sich dabei um eine einfache Möglichkeit, das System komplett zurückzusetzen. Wie genau der Prozess abläuft, hatten wir bereits in einer früheren Meldung beleuchtet.

Fazit

Microsoft informiert den Nutzer beim initialen Start darüber, dass es sich bei der derzeitigen Version vom Defender noch nicht um die finale Fassung handelt. So seien einige Features noch nicht vollständig implementiert. Dennoch konnten wir bei unseren Gehversuchen mit dem kommenden Windows Defender einen guten Ersteindruck gewinnen, der durchaus positiv ausfällt. Während der Defender in der öffentlichen Version von Windows eher zweckmäßig ist, schließt der neue Windows Defender im Zuge des Creators Update in puncto Funktionsumfang zu seinen Mitbewerbern auf. Weiterhin sind nützliche Zusatzfunktionen zur Prüfung des Systems direkt an Bord.

Nicht nur in Sachen Sicherheit legt der IT-Konzern beim kommenden Creators Update nach. Auch der vorinstallierte Edge Browser erhält einige Neuerungen spendiert.

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