Sammelleidenschaft

VirtualSIM: Mit eingehenden SMS & Gesprächen Guthaben aufladen

Guthaben kann für Gutscheine, SMS und Telefonate genutzt werden
Von Thorsten Neuhetzki
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Mit eingehenden Gesprächen und SMS Geld verdienen - diese Idee ist im deutschen Telekommunikationsmarkt nicht neu. Mit VirtualSIM versucht nun ein neuer Anbieter, dieses Geschäftsfeld für sich zu erschließen und vereint dabei mehrere Dienst-Aspekte auf einer Plattform. So kann virtualSIM gleichermaßen eine Mailbox sein, zum SMS-Empfang unter einer anonymen Nummer dienen, das Routing einer Sonderrufnummer oder 0700-Nummer ersetzen und auch eine Callingcard-Plattform sein.

VirtualSIM verspricht Punkte für eingehende SMS und GesprächeVirtualSIM verspricht Punkte für eingehende SMS und Gespräche VirtualSIM kostet den Nutzer nichts. Nach der Registrierung bekommt der Nutzer zwei Mobilfunknummern zugewiesen, die beide im Netz von vistream geschaltet werden. SIM-Karten dazu bekommt der Nutzer jedoch nicht. Wie der Name VirtualSIM nahelegt, werden die Nummern nur virtuell geschaltet. Ein ähnliches Modell hat schon sipgate mit seinem Produkt sipgate one auf den Markt gebracht.

Pro SMS und Anruf gibt es Punkte

Das Prinzip bei VirtualSIM: Für jedes eingehende Gespräch und auch jede eingehende SMS bekommt der Nutzer Punkte auf seinem Konto gutgeschrieben. Diese Punkte können dann wiederum genutzt werden, um selber Gespräche über die Plattform ins Ausland zu führen oder SMS über VirtualSIM zu versenden. Auch das Einkaufen von Gutscheinen soll möglich sein, setzt allerdings viele gesammelte Punkte voraus. Für einen Amazon-Gutschein über 50 Euro muss der Nutzer stolze 50 000 Punkte auf seinem Konto haben.

Gesammelt werden die Punkte über Gespräche und SMS, die auf der Nummer eingehen. Dazu gehören auch Telefonkonferenzen, die sich über VirtualSIM über die zweite Telefonnummer realisieren lassen. Bis zu zehn Teilnehmer können hier zu den Kosten jeweils eines Mobilfunkgespräches zusammengeschaltet werden. Für jeden Teilnehmer sammelt der Konferenzleiter Punkte.

VirtualSIM lässt sich auch als Alternative zu Nummern wie 0700 nutzen. Im Profil kann der Kunde einstellen, wann er wo erreichbar sein möchte und kann sich Gespräche wahlweise nach Hause, zum Handy oder auf eine SIP-Nummer weiterleiten lassen. Dabei kann auch eingestellt werden, was passieren soll, wenn der Anschluss besetzt ist oder sich niemand meldet. Nachteil bei diesen Umleitungen: Sowohl Umleitungen ins Festnetz als auch zu Handynummern kosten. Die Kosten werden mit dem Guthaben, das über eingehende Gespräche aufgeladen wird, beglichen. Lässt sich jemand aber seine Gespräche regelmäßig an Handys weiterleiten, wird das Guthaben nicht ausreichen. Daher können Kunden das eigene Guthaben auch durch Einzahlung von Guthaben aufstocken. Dieses wird auch zumindest anfangs notwendig sein, will man sich Gespräche weiterleiten lassen. Denn die Punkte stehen erst nach einem Monat zur Verfügung.

Die Punkte in der Übersicht

VirtualSIMVirtualSIM Für ankommende Gespräche bekommen die Nutzer 15 Punkte pro Minute gutgeschrieben. SMS bringen dem Nutzer sogar 30 Punkte pro Nachricht. Bei einer Weiterleitung von Gesprächen zu deutschen Festnetztelefonen werden pro Minute gleich wieder 8 Punkte abgezogen. Werden Gespräche zu einem Handy weitergeleitet, so werden 50 Punkte abgezogen. 1 Punkt entspricht dabei 0,1 Cent pro Minute, so dass ein Gespräch zum Handy umgerechnet 5 Cent pro Minute kostet. Kostenlos ist eine Weiterleitung an eine VoIP-Nummer von sipgate oder ZoIPer. Andere SIP-Anbieter werden aktuell noch nicht unterstützt. Einzig für SMS und Anrufe aus dem Netz vistream gibt es gar keine Punkte.

Kostenlos ist die Weiterleitung an die VirtualSIM-Mailbox. Nachrichten an diese Mailbox können anschließend per Telefon abgehört werden oder werden auf Wunsch auch per E-Mail als Audio-Datei zugesendet. Auch können diese Nachrichten online über den Webbrowser abgehört werden. Online lassen sich dann auch die SMS lesen, die an die eigene VirtualSIM-Nummer geschickt wurden. Alternativ ist es möglich, sich die SMS als Mail weiterleiten zu lassen.

Auch Nutzung als Callingcard-Plattform möglich

Alle Ziele - auch Gespräche ins Ausland - lassen sich auch als Callingcard-Plattform nutzen. Das lohnt sich jedoch nur, hat der Nutzer eine Handyflatrate in alle Netze und telefoniert ins Ausland. Dann kostet ihn die Einwahl zu den Nummern im vistream-Netz nichts und er kann zu den Minutenpreisen von VirtualSIM ins Ausland telefonieren. Für die Einwahl gibt es sogar noch Punkte.

Die Kosten hierfür rechnet VirtualSIM ebenfalls in Punkten ab. Dabei entspricht 1 Punkt auch hier 0,1 Cent. Für 5 Euro können entsprechen 5 000 Punkte aufgeladen werden. Gespräche ins Ausland sind ab 4 Punkten, also 0,4 Cent pro Minute möglich. Dabei handelt es sich um Kanada. Eine komplette Preisliste ist auf der Seite von VirtualSIM einsehbar [Link entfernt] .

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