Test

Virenscanner haben oft Probleme mit bereits aktiver Schadsoftware

Beim Echtzeitschutz konnten jedoch alle getesteten Programme überzeugen
Von Rita Deutschbein mit Material von dapd

virenscanner-schutzsoftware-viren-test Sieben kostenpflichtige Virenscanner im Test
Bild: dpa
Die Bedrohungen des heimischen PCs durch Viren und andere Schadprogramme steigen stetig. Um den Computer optimal zu schützen bedarf es eines guten Virenscanners. Die Zeitschrift c't (Ausgabe 25/2010) hat nun verschiedene Programme auf ihren Rundum-Schutz getestet. Alle sieben kostenpflichtigen Programme konnten dabei bei der Abwehr von Viren, Trojanern, Rootkits und anderen Schädlingen überzeugen. Bei der Beseitigung bereits auf dem Computer aktiver Schadsoftware, schnitten die Virenscanner allerdings nicht so gut ab.

virenscanner-schutzsoftware-viren-test Sieben kostenpflichtige Virenscanner im Test
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Bisher unbekannte Schädlinge können häufig durch die Maschen der Schutzprogramme schlüpfen und sich so auf dem PC festsetzen. Zu den Aufgaben der Programme gehört es deshalb auch, bereits laufende Schadprozesse zu stoppen, wichtige Systemkomponenten zu reaktivieren und die Schadsoftware komplett zu entfernen. Bei eben diesem Prozess offenbarten sie aber große Unterschiede. Während Bitdefender AntiVirus 2011 (Preis 25 Euro) bei der Standard-Desinfektion immerhin einen Wert von 83 Prozent erreichte, schafften McAfee AntiVirus Plus 2011 (40 Euro) und Trend Micro Titanium AntiVirus Plus 2011 (30 Euro) keine 17 Prozent. Bei der Rootkit-Reinigung konnten lediglich G Data AntiVirus 2011 (25 Euro) und Norton AntiVirus 2011 (30 Euro) die Tester überzeugen. Bitdefender und Trend Micro entfernten hingegen nur je sieben der Rootkits, McAfee schaffte nur drei.

Jeder Virus und jedes Schadprogramm besitzt eine eigene Signatur, durch die die Virenscanner diese von harmlosen Programmen unterscheiden können. Der Vorteil der kostenpflichtigen Programme gegenüber Gratissoftware besteht vor allem in der häufigeren Aktualisierung dieser Daten. Bei der auf Signaturen und Heuristiktreffern beruhenden Suche lagen die Ergebnisse der Scans recht nah beieinander. Erst bei der Verhaltenserkennung von Schadsoftware werden die Unterschiede laut Test größer.

Bei aktiviertem Echtzeitschutz zeigten alle Schutzprogramme durchweg Einbußen der Computer-Performance. Das liegt daran, dass die Scanner die ganze Zeit über im Hintergrund tätig sind. Beim alltäglichen Arbeiten an PC oder Notebook sollte das aber nur bei größeren Kopieraktionen oder bei der Nutzung eines Netbooks mit bescheidener Hardware eine größere Rolle spielen.

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