Hybriod

Videoweb-Sat-Receiver: Der EPG kommt per Internet

VideoWeb Hybrid EPG ermöglicht mehr Features und Komfort
Von Hagen Hellwig / Thorsten Neuhetzki

Der neue Videoweb-EPG Der neue Videoweb-EPG
Quelle: Videoweb
Der Satelliten-Hybridreceiver 600S von VideoWeb verfügt ab Ende Januar über einen Programmführer (EPG), der weit mehr Funktionen und Inhalte umfasst als herkömmliche EPGs. Das Besondere: Der "VideoWeb Hybrid EPG" bezieht seine Daten aus dem Internet und nicht wie sonst üblich aus dem Signal des TV-Senders. Dadurch ist unter anderem eine Programmvorschau für drei Wochen im Voraus möglich – und zwar senderübergreifend und nicht wie bislang nur für einen Sender. Entsprechend weit im Voraus lässt sich ein digitaler Videorecorder programmieren.

Der neue Videoweb-EPG Der neue Videoweb-EPG
Quelle: Videoweb
Die einzelnen Programminformationen sind umfangreicher als bisher und mit Bildmaterial ausgestattet – so spart man sich eine gedruckte Programmzeitschrift. Matthias Greve, CEO von VideoWeb, betonte auf der CeBIT Preview, dass der EPG nicht extra berechnet wird: "Wir können unseren Kunden diesen Service kostenfrei anbieten, Abogebühren fallen nicht an." Alle EPG-Daten werden aktuell per Internet übertragen – ohne Zeitverzögerung und Programmwechsel wie bisher, wenn die Daten per Satelliten von einzelnen Sendern kommen. Es sind Programminformationen für über 100 deutschsprachige Sender verfügbar. VideoWeb will das EPG-Angebot mit dem einmaligen Kaufpreis des Receivers in Höhe von 299 Euro finanzieren. Auch Kunden, die den Receiver bereits gekauft haben, werden den neuen EPG nutzen können.

Grundvoraussetzungen: Breitband-Internet, HD-Fernseher und Satellitenempfang

Im Gegensatz zu anderen EPGs kann der Videoweb-EPG beispielsweise mit Bildern und langen Texten arbeiten. 21 Tage im Voraus ist die Programmierung aus dem EPG heraus, dabei kann auf Wunsch sogar eine Nachlaufzeit angegeben werden, so dass bei Live-Sendungen mit Überziehung trotzdem die ganze Sendung aufgenommen werden kann. Genutzt werden kann der Videoweb-Receiver nur dann, wenn der Kunde per Satellit Fernsehen empfängt und einen Fernseher mit HDMI-Anschluss hat. Außerdem sollte ein Breitband-Internet-Anschluss vorhanden sein. Eine Kabel-Version des Receivers könnte im Sommer auf den Markt kommen.

Die Technik des neuen EPG basiert auf dem herstellerübergreifenden HbbTV-Standard (Hybrid broadcast broadband TV), die laut VideoWeb von allen großen Hersteller wie Philips, Sony, Toshiba, LG, Samsung, Metz und Loewe unterstützt wird. Philips bietet sogar ein entsprechendes Update für seine ab 2009 hergestellten Geräte an.

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