Umstrukturiert

Auch ohne Apps: Telekom hält an Online-Videothek Videoload fest

Die Online-Videothek Videoload wird innerhalb der Telekom zu einer Tochtergesellschaft verschoben. Das Portal hat zwar den Vorteil, dass es ohne Abo nutzbar ist. Apps für Android oder iOS sind aber weiterhin nicht in Sicht.
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Die Deutsche Telekom hält trotz der umfangreichen Konkurrenz bei Online-Videotheken und Video-on-Demand-Portalen an ihrer Internet-Videothek Videoload fest. Allerdings wird das Portal intern zu einer Tochtergesellschaft verschoben. Ein Verkauf ist offensichtlich nicht geplant.

Der von der Telekom im November 2003 gegründete Dienst Videoload zeichnet sich dadurch aus, dass er auf ein Abo mit monatlicher Gebühr verzichtet. Der Nutzer bezahlt für die Leihe des einzelnen Films oder einer Serie eine entsprechende Gebühr ohne Vertragsbindung. Außer der Leihe ist auch der Kauf von Filmen möglich. Obwohl der Dienst mittlerweile auf einigen Smart-TVs angekommen ist, fehlen weiterhin Apps für die bekanntesten mobilen Plattformen. Im April 2013 bekam der Dienst eine komplett neue Optik ganz ohne Telekom-Magenta-Farben spendiert

Interne Umstellung bei Videoload: Kunden müssen nichts unternehmen

Auch ohne Apps: Telekom hält an Online-Videothek Videoload festAuch ohne Apps: Telekom hält an Online-Videothek Videoload fest Aktuell teilt Videoload seinen Kunden mit, dass es zum 1. Januar eine interne organisatorische Änderung gibt: "[...] wir möchten Sie heute über eine bevorstehende Änderung zu unserem Produkt informieren. Zum 1. Januar 2015 wird Videoload zu einem Produkt der Telekom Deutschland GmbH, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom AG. Sie müssen nichts unternehmen. Videoload steht Ihnen auch weiterhin in gewohnter Qualität zur Verfügung. Ihr Account und Ihre Login-Daten bleiben weiterhin gültig."

Die Telekom schreibt weiterhin: "Damit Sie sich selbst davon überzeugen können, schenken wir Ihnen einen 50-Prozent-Gutschein-Code für einen Film der Wahl. Bitte geben Sie bei Erwerb des Films im Feld 'Gutschein' den folgenden Code ein: [...] Mit dem Gutschein-Code erhalten Sie einen Nachlass von 50 Prozent auf einen beliebigen Titel. Der Gutschein-Code ist bei Videoload bis einschließlich 31.01.2015 einmal einlösbar und nicht mit weiteren Codes kombinierbar."

Alle Gerüchte, dass die Telekom sich gegebenenfalls von dem Dienst trennen könnte, sind damit erst einmal vom Tisch. Zu Beginn des Jahres hatte der Konzern Musicload und Gamesload, seine Downloadportale für Musik und Spiele, verkauft und zum 31. März den Betrieb des eBook-Shops Pageplace eingestellt.

Plattform-Unterstützung lässt weiter zu wünschen übrig

Videoload ist nach wie vor auf dem PC und Mac im Browser sowie mit Telekom Entertain nutzbar, außerdem gibt es Smart-TV-Apps für Fernseher von Samsung, LG und Panasonic. Zur Zeit ist es allerdings nicht möglich, HD-Inhalte auf Apple-Computern wiederzugeben. Bei den mobilen Plattformen gähnt ein großes Loch: Videoload hat weder eine App für iOS noch für Android oder Windows Phone und damit ist in der kommenden Zeit wohl auch nicht zu rechnen.

Dazu schreibt der Anbieter auf der Webseite: "Wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen, dass Videoload.de keine Unterstützung für Android und iOS liefert. Für das von uns eingesetzte Digital Rights Management System von Microsoft gibt es leider keine Implementierung für Android und iOS. Deshalb mussten wir uns entschließen, die Nutzungsvoraussetzungen für Videoload.de entsprechend anzupassen. Unter Linux kann das Angebot von Videoload leider nicht genutzt werden, da dort ebenfalls das verwendete Digital Rights Management-System von Microsoft nicht zur Verfügung steht. Wir bitten um Ihr Verständnis und würden uns freuen, Sie auch weiterhin als unseren Kunden begrüßen zu dürfen.

Inwieweit der Dienst damit angesichts der Mitbewerber zukünftig konkurrenzfähig bleibt, muss abgewartet werden. Außer dem Einzelkauf und der einzelnen Leihe von Filmen hat Videoload den Vorteil, dass es recht viele Bezahlmethoden anbietet, und zwar Bezahlung per Telekom-Rechnung, ClickandBuy, Kreditkarte, PayPal, Gutschein-Karte, Lastschrift oder Telefonkarte Comfort.

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