zeitgemäß?

Vor- und Nachteile von Prepaid und Vertragstarifen im Mobilfunk

Mobilfunkvertrag punktet mit vielen Features & Zusatz-Optionen
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Jeder neue Handy-Nutzer stellt sich zunächst die Frage: Prepaid oder Mobilfunkvertrag? Während Anbieter von Mobilfunk-Verträgen ohne Vertragslaufzeiten und Grundentgelte meistens nicht auskommen, verzichten Prepaid-Anbieter in fast allen Fällen darauf und können mit einer guten Kostenkontrolle sowie in der Regel günstigen Minutenpreisen punkten. Derzeit bieten maXXim, solomo, BigSIM und igge&ko sowie discoTEL (die über eine Rückzahlung den Minutenpreis auf 7,5 Cent drücken) unter den Prepaid-Discountern mit 8 Cent pro Minute die günstigsten Minutenpreise in alle Netze an.

Welche Gründe dennoch für ein Vertragsangebot und welche dagegen sprechen, haben wir für Sie einmal anhand von kurzen Beispielen zusammengetragen. Wichtige Anmerkung: Im Artikel werden die klassischen Vertragstarife mit einer Vertragslaufzeit von 24 Monaten betrachtet.

Besonderheiten von Vertrags-Tarifen: Rechnung, Multi-SIM & Rufumleitungen

Bestimmte Features wie uneingeschränkte Rufumleitungen, eine monatliche Rechnung sowie Multi-SIM bieten nur die Laufzeitverträge. Mit der monatlichen Rechnung hat der Kunde stets die Möglichkeit, die geführten Gespräche und deren Kosten genau zu kontrollieren. Gute Billig-Anbieter von Prepaid-Angeboten können zwar nicht mit einer Rechnung, dafür aber mit einem Online-Einzelverbindungsnachweis aufwarten.

Die nützliche Funktion der Rufumleitung kommt dem verhinderten Kunden dadurch entgegen, dass beispielsweise Telefonate auf die Mailbox des eigenen Handys, auf ein anderes Handy oder einen Festnetzanschluss umgeleitet werden können. Vertrags-Kunden können ein beliebiges Ziel für die Umleitung ihrer Rufnummer eingeben, der Prepaid-Kunde jedoch muss teils Einschränkungen hinnehmen. So lässt sich bei Fonic im o2-Netz die Mailbox nur ein- und ausschalten, während bei BILDmobil im Vodafone-Netz auch Rufumleitungen zu anderen Rufnummern möglich sind.

Ein weiterer Vorzug der Laufzeitverträge ist die Möglichkeit, zusätzliche SIM-Karten-Angebote der Netzbetreiber zum Vertrag mit selber Rufnummer zu nutzen. UltraCard heißt dieser Zusatz-Dienst bei Vodafone und unterstützt bis zu drei SIMs. Auch das Angebot von T-Mobile unterstützt drei SIM-Karten und nennt sich Multi-SIM. Während die Flexicard von E-Plus nur zwei Karten unterstützt, bekommt der Großkunde bei o2 gleich fünf SIM-Karten (Privatkunden auch nur drei Karten), muss sich hier aber für ein Mobiltelefon entscheiden, auf dem die Telefonate ankommen sollen.

Subventioniertes Handy & Homezone

Prepaid-Discounter gegen MobilfunkvertragPrepaid-Discounter gegen Mobilfunkvertrag Wer beispielsweise Vertrags-Kunde bei o2, T-Mobile oder Vodafone ist oder werden möchte, kann eventuell sogar komplett seinen Festnetz-Anschluss abschaffen: Diese Anbieter bieten sogenannte Homezone-Funktionen an. So kann bei T-Mobile die @home oder bei Vodafone die Zuhause-Option innerhalb eines vordefinierten Radius an einem festgelegten Ort genutzt werden. Der Anbieter o2 hat seit Mai nur noch einen Tarif mit diesem Feature im Sortiment.

Kunden sollten sich nicht von vermeintlichen subventionierten Handys mit Laufzeitvertrag ködern lassen. Wie berichtet, zeigen einige Rechen-Beispiele, dass Prepaid-Discounter bei gleichem Netz ohne Handysubventionierung und Kauf des Vertrages im Online-Shop teils sogar mit einem günstigeren Gesamtangebot aufwarten können, als ein Mobilfunk-Vertragstarif bieten kann. Meistens wird das mit einem Euro angepriesene Endgerät im Verlauf der 24 Monate sogar rechnerisch gesehen mit Zinsen abgezahlt.

Generell ist das Angebot von Zusatz-Optionen für Vertrags-Kunden größer als für Prepaid-Kunden. So existiert auch ein enormes Spektrum an verfügbaren Datenoptionen. Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zu den Features von Prepaid und Vertrag sowie welche Unterschiede bei der Rufnummermitnahme bestehen.

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