Chat-Apps

eBuddy, fring, Nimbuzz, Meebo: Android-Messenger im Vergleich

Apps unterstützen die Protokolle ICQ, MSN, Yahoo, AIM und Jabber
Von Lars Hessling

Instant Messenger auf dem Handy bieten im Vergleich zu SMS neben zeitnahen Antworten vor allem einen Kostenvorteil: Wer ohnehin eine Internet-Flatrate für sein Smartphone besitzt, schickt seinen Freunden Nachrichten ohne den üblichen SMS-Preis von 9 bis 19 Cent für 160 Zeichen. Selbst bei fehlendem Daten-Pauschaltarif sind Instant-Messages wegen ihres geringen Datenvolumens häufig günstiger als Kurznachrichten.

Einen Nachteil haben die Chat-Anwendungen jedoch: Im Gegensatz zu SMS, die international standardisiert sind, zeigt sich die Instant-Messenger-Landschaft gespalten: Unter anderem ICQ, Windows Live Messenger (MSN [Link entfernt] ), Yahoo!, AOL Instant Messenger (AIM) und Jabber (XMPP) buhlen um die Gunst der Chatter.

Multi-Messenger vereinen mehrere Netzwerke

Die Kontenansicht von fring. Auch fring unterstützt die verbreiteten Chat-Protokolle.
Screenshot: teltarif.de
Wer die offiziellen Clients nutzen will und Freunde in verschiedenen Netzwerken hat, muss - sofern überhaupt für Android verfügbar - mehrere verschiedene Anwendungen einsetzen. Einfacher und übersichtlicher gelingt das Chatten jedoch mit einem so genannten Multi-Protokoll-Messenger, der mehrere Netzwerke unter einer gemeinsamen Oberfläche vereint.

Wir möchten Ihnen die vier Android-Apps eBuddy, fring [Link entfernt] , Nimbuzz [Link entfernt] und Meebo vorstellen, die wir auf einem Motorola Milestone verglichen haben. Alle Anwendungen sind im Android Market verfügbar und unterstützen die zuvor genannten Protokolle sowie zum Teil einige weitere. Einmal gestartet, laufen die Apps im Hintergrund weiter und machen sich bei eingehenden Nachrichten bemerkbar.

eBuddy erfordert ein Profil beim Hersteller

Die Kontaktliste von eBuddy. Die eBuddy-Kontaktliste zeigt wahlweise alle oder nur online-Kontakte an.
Screenshot: teltarif.de
eBuddy versteht sich neben den zuvor genannten Netzwerken zusätzlich auf Facebook, MySpace und Google Talk. Die App ist etwa 1,5 MB groß und erfordert ein zentrales Konto beim Anbieter, welches die Anmeldedaten der verschiedenen Protokolle bündelt. Neben Android ist eBuddy auch noch für iOS, diverse Handys und Internetbrowser verfügbar. Unsere Erfahrungen unter Android sind allerdings nicht unbedingt auf die anderen Systeme übertragbar. Der Vorteil des eBuddy-Profils ist, dass der Benutzer mit nur einem Login auch auf anderen Handys oder einem PC mit dem eBuddy Web Messenger Kontakt zu sämtlichen Netzwerken aufnehmen kann. Wer um die Sicherheit seiner Daten fürchtet, könnte aber wegen dieser Grundvoraussetzung von eBuddy Abstand nehmen wollen.

Die eBuddy-Programmoberfläche gliedert sich in drei Bereiche. Unter "Kontakte" erscheinen die Namen der Freunde. eBuddy sortiert diese Liste wahlweise nach Name, Gruppe oder Konto und blendet Offline-Kontakte wahlweise ein oder aus. Neue Kontakte kann man nur hinzufügen, wenn man deren Profilname ganz genau kennt, eine Suchfunktion fehlt nämlich. Wenn ein Kontakt einmal in der Kontaktliste ist, gelingt das Entfernen unter eBuddy nicht mehr.

Übersichtliche Oberfläche bei eBuddy

Das eBuddy-Chatfenster. Das eBuddy-Chatfenster trennt die Texte verschiedener Teilnehmer sowohl durch die Farbe als auch die Position.
Screenshot: teltarif.de
Im Bereich "Chats" befindet sich eine Liste der gerade laufenden Dialoge. Die Auswahl eines Dialogs führt zum Chatfenster, welches die Nachrichten der beiden Teilnehmer von den jeweils gegenüberliegenden Seiten des Bildschirms aus einfließen lässt und den Text der Gesprächspartner sowohl in verschiedenen Farben markiert als auch mit Avatar anzeigt. Der untere Teil des Chatfensters nimmt eigene Nachrichten entgegen und stellt Emoticons zur Verfügung. Im Bereich "Konten" kann der Nutzer schließlich einzelne Netzwerke an- oder abmelden sowie ändern, anlegen oder löschen.

In den Optionen stellt der Nutzer darüber hinaus ein, ob eBuddy beim Programmstart automatisch eine Verbindung zu allen Netzwerken herstellt. Im Test gab es kaum Probleme mit eBuddy, die App lief stabil, stellte nach Ausfall des Mobilfunknetzes automatisch wieder eine Verbindung her und konnte auch beim Facebook-Chat überzeugen.

Alles über die Android-Messenger fring und Nimbuzz lesen Sie auf der zweiten Seite.

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