Betrugsmasche

Verbraucherzentralen warnen vor falschen Verbraucherschützern

Neue Betrugsmaschen durch Anrufe angeblicher Verbraucherschützer
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Verbraucherzentralen-WarnungVerbraucher sollten bei Anrufen angeblicher Verbraucher­schützer misstrauisch sein Die Verbraucher­zentrale Hessen warnt vor falschen Verbraucher­schützern, die mit dem positiven Image der Verbraucher­zentralen Kasse machen wollen. Besonders beliebt seien unerlaubte Werbeanrufe, bei denen sich die Anrufer als "Verbraucher­zentrale", "Verbraucher­beratung" oder "Bundesamt für Verbraucher­schutz" ausgeben.

So böten windige Anrufer etwa an, personen­bezogene Daten aus Listen von Gewinnspiel­firmen zu löschen und verlangten dafür im Gegenzug rund 150 Euro. Alternativ bieten manche angebliche Verbraucherschützer an, dem Angerufenen aus (angeblichen) Gewinnspiel­verträgen herauszuhelfen. Im Gegenzug brauche der Verbraucher nur ein Zeitschriften-Abonnement abzuschließen.

Den Abzockern fallen immer wieder neue Maschen ein

Ebenso perfide sei die Masche, wegen nicht beglichener Rechnungen aus angeblich abgeschlossenen Gewinnspiel­verträgen mit Kontopfändung oder Gerichtsverfahren zu drohen und die Rufnummer der Verbraucherzentralen als Rückrufnummer zu nennen. Ebenfalls dreist: Unter dem Vorwand, es würden mit der Bankverbindung des Verbrauchers Grundstücke in der Türkei auf seinen Namen gekauft, riefen vermeintliche Anwälte der Verbraucherzentrale an. Diese offerierten, alles zu regeln und Schadenersatz­zahlungen zu vermeiden. Dieser "Service" solle dann allerdings 750 Euro kosten.

Verbraucherzentralen rufen nicht unaufgefordert an

Die Verbraucherzentrale Hessen betont: Die deutschen Verbraucherzentralen rufen niemanden unaufgefordert an. Sie führen auch keine Listen, die vor ungebetener Telefonwerbung oder Gewinnspieldiensten schützen. Verbraucher sollten niemals persönliche Daten - und vor allem keine Bankverbindung - preisgeben. Sollten angebliche Verbraucherschützer anrufen, sollte die echte Verbraucherzentrale darüber informiert werden.

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