Warnung

Neue Masche: Verbraucherzentrale warnt vor Nachnahme-Betrug

Zahlung kann nicht mehr rückgängig gemacht werden
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BriefträgerÜber den Briefträger lassen die Täter neuerdings verstärkt ihre Forderungen eintreiben Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz warnt derzeit vor einer neuen Masche von Telefonwerbern, mit der diese Geld für angeblich geschlossene Verträge abkassierten. Forderungen aus untergeschobenen Verträgen würden vermehrt per Nachnahme oder Wertgutschein eingetrieben, das Geld sei damit endgültig weg.

Geld kann nicht zurückgeholt werden

"Betroffene können einmal abkassiertes Geld nicht mehr zurückholen", sagt Christian Gollner von der rheinland-pfälzischen Verbraucher­zentrale. Während unseriöse Telefon­verkäufer bislang meist nach der Kontoverbindung gefragt hätten, um ihre zweifelhaften Forderungen bei den Betroffenen einfach abzubuchen, bedienten sie sich nun gerne der Nachnahme über die Deutsche Post. Der Briefträger verlangt dann die Zahlung eines bestimmten Betrages gegen die Aushändigung einer Sendung.

In anderen Fällen sollten Verbraucher bei der nächstgelegenen Tankstelle Geld in bestimmte Wertgutscheine (zum Beispiel Paysafecard) umtauschen und den aufgedruckten Zahlencode im Anschluss an die Unternehmen durchgeben. Die Codenummern können in Geld oder Waren umgewandelt werden. Bei beiden Methoden können die Opfer - anders als beim Lastschriftverfahren - das Geld nicht mehr zurückholen.

Im Zweifel: Nicht zahlen und professionalen Rat suchen

Die Verbraucherzentrale rät: Wenn der Postbote mit einer Nachnahmesendung vor der Tür steht oder man aufgefordert wird, einen Gutscheincode zu übermitteln, sollte genau geprüft werden, ob die Forderung überhaupt berechtigt ist. Gegen unbegründete Rechnungen sollten sich Betroffene wehren - und beispielsweise Rat bei der nächstgelegenen Verbraucherzentrale suchen. Wer befürchtet, bereits Opfer der Masche geworden zu sein, sollte den Fall unbedingt der Polizei melden.

Telefonwerbung: Noch immer ein Ärgernis

Unerlaubte Telefonwerbung sorgt nach Einschätzung der Verbraucherschützer trotz Verbots noch immer für viel Ärger und finanziellen Schaden bei Betroffenen. Die Anrufer schieben gerne Verträge für wertlose Dienste wie die Eintragung bei Gewinnspielen unter oder nennen sich gar Daten- oder Verbraucherschützer. Sie geben vor, gegen Bezahlung den Datenmissbrauch oder die Werbeflut stoppen zu können. Häufig setzen sie die Betroffenen stark unter Druck und schrecken sogar vor Drohungen nicht zurück, wenn die Forderungen nicht bezahlt werden.

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