Betrug

Zu günstig um wahr zu sein? Hoch­saison bei Fake-Shops

Der Verbraucherschutz Niedersachsen warnt vor vermehrt aufkommenden Fake-Shops, die im Internet versuchen gutgläubige Schnäppchenjäger zu betrügen.
Von dpa / Paol Hergert
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Sind die Preise der im Netz angebotenen Waren zu günstig um wahr zu sein, liegt das oft daran, dass es sich um Betrug handelt. Gerade vor Weihnachten laufen diese sogenannten Fake-Shops im Internet zur Höchstform auf: Mit unglaublich günstig erscheinenden Preisen oder angeblich verfügbaren Produkten, die woanders längst vergriffen sind, versuchen Betrüger auf diesen Seiten, Besteller abzuzocken, warnt die Verbraucherzentrale Niedersachsen in einer aktuellen Meldung.

Die Masche ist immer gleich: Der Käufer zahlt per Vorkasse oder gibt seine Kreditkarten-Daten ein. In den meisten Fällen wird daraufhin überhaupt keine Ware geliefert. Kommt dann doch irgendwann ein Päckchen an, ist die Lieferung oft nicht mit der Bestellung vergleichbar, minderwertig, oder gar gefälscht. Warnung vor Fake-Shops im NetzWarnung vor Fake-Shops im Netz

Woran sind die Fake-Shops zu erkennen?

Das Fakeshop-Warnsignal Nummer eins neben der Zahlart Vorkasse ist den Experten zufolge, dass Produkte extrem günstig angeboten werden - eigentlich zu günstig, um wahr zu sein. Am Webdesign der Seiten sollte man die Seriosität von Online-Händlern dagegen nicht messen: Auch Betrüger-Seite wirkten oft professionell, erklären die Experten. Dennoch können auch Rechtschreib- und Grammatik-Fehler, sowie ein allzu-zusammengeschustertes Webdesign hilfreiche Indizien für Schnäppchenjäger sein.

Typisch für Fakeshops ist außerdem, dass es kaum Kontaktmöglichkeiten gibt und die Unternehmeridentität unklar ist. So fehlt oft auch das Impressum oder es ist unvollständig. Nicht täuschen lassen sollten sich Verbraucher von auf diesen Seiten oft genutzten, frei erfundenen Siegeln oder falschen Kundenbewertungen, die sehr gut ausfallen. Auch kann es sein, dass echte Siegel missbräuchlich verwendet werden.

Den wohl besten Schutz gegen die Netzbetrüger bietet eine sorgfältige eigene Recherche. Vor jeder Bestellung in einem unbekannten Online-Shop sollte dieser erst einmal gründlich überprüft werden. Es kann auch schon genügen, den Namen des Online-Shops in eine beliebige Suchmaschine einzutippen. Folgen daraufhin zahlreiche Beschwerden von betrogenen Kunden, sollte man die Bestellung auf keinen Fall abschicken.

Mehr zum Thema Betrug im Netz finden Sie in unseren weiteren Meldungen zum Thema.

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