Themenspecial Reise und Roaming Daten-Roaming

Umfrage: Internetnutzung im Urlaub nimmt zu

Tipp: So vermeiden Sie die Kostenfalle Daten-Roaming
Von Lars Hessling

Immer mehr Menschen wollen auch im Urlaub nicht auf das Internet verzichten. Dies hat eine nicht repräsentative Online-Umfrage [Link entfernt] auf dem Reiseportal lastminute.de unter mehr als 1100 Teilnehmern ergeben. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Anzahl derer, die auch in den Ferien Surfen wollen, von 60 auf 72 Prozent. Einer der Gründe ist, dass immer mehr Nutzer ihr Handy, Smartphone oder Netbook mit in den Urlaub nehmen: Planten 2009 noch 73 Prozent der Nutzer ihr Gerät mit ins Gepäck zu nehmen, stieg deren Anteil in diesem Jahr auf 92 Prozent.

Internetzugang dient vor allem dem Kontakt in die Heimat

Ein Mann spaziert Barfuß mit seinem Handy und hinterlässt Fußabdrücke. Immer weniger Menschen wollen im Urlaub auf die mobile Internetnutzung Handy oder Netbook verzichten.
Foto: Telekom
Nur noch 40 Prozent der Umfrageteilnehmer empfinden den Urlaub ohne Internet als erholsamer. Bei der Internetnutzung im Urlaub spielen soziale Netzwerke wie Facebook, MeinVZ und Twitter eine immer größere Rolle, da sie inzwischen immerhin 27 Prozent der Umfrageteilnehmer auch im Urlaub einsetzen wollen. Von denen, die ein soziales Netzwerk einsetzen möchten, nutzen es 40 Prozent hauptsächlich, um mit Freunden oder der Familie in Kontakt zu bleiben. 21 Prozent dienen sie auch der Suche nach Tipps zum Urlaubsort. Immerhin 15 Prozent zeigen ihrem Umfeld Urlaubsbilder bereits vor der Rückreise.

Daten-Roaming kann Horrorrechnungen verursachen

Doch vor allem die Übertragung großer Datenmengen wie Fotos kann im Ausland bei mobiler Internetnutzung schnell hohe Kosten nach sich ziehen. teltarif.de lag erst vor Kurzem ein aktueller Fall vor, bei dem durch Daten-Roaming innerhalb von wenigen Tagen eine Rechnung von mehr als 9 000 Euro entstanden war. "Bild"-Chefredakteur Kai Diekman hat es angeblich in Marokko sogar auf 42 000 Euro gebracht. Es liegt daher Nahe, sich vor allem für die mobile Datennutzung im Ausland entweder ein Hotel mit Hotspot oder eine Discounter-SIM-Karte mit günstigem Datentarif im Urlaubsland zu suchen. Ist beides nicht möglich und kommt der Verzicht aufs Internet nicht in Frage, empfiehlt es sich, die übertragene Datenmenge auf ein Minimum zu reduzieren. Dazu gilt es, automatische Synchronisations- und Aktualisierungsfunktionen zu deaktivieren und Angebote mit hohem Datenaufkommen wie Live-Streams zu vermeiden.

Ab Mittwoch greift der EU-Kostendeckel bei 50 Euro

Immerhin in EU-Ländern gilt ab Mittwoch ein Netto-Kostendeckel von 50 Euro, sofern der Kunde das Limit nicht explizit deaktiviert oder eine spezielle Roaming-Option gebucht hat. Damit die Mobilfunkanbieter ihren Kunden das Internet im EU-Ausland nicht unerwartet abschalten, erfolgt beim Erreichen von 80 Prozent des Kostendeckels zumeist per SMS eine Benachrichtigung. Wer sein Limit dann aber explizit aufheben lässt, wird bei Horrorrechnungen wenig Kulanz von seinem Provider erwarten können. Wie Sie die Gebührenfalle auch ohne Verzicht auf den Internetzugang im Urlaub vermeiden, erfahren Sie in unserem Roaming-Ratgeber.

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