Gerüchteküche

Unitymedia-Chef Schüler glaubt langfristig an Fusion mit Vodafone

Kommt sie doch, die Fusion zwischen Vodafone und Unitymedia? Zumindest hat Unitymedia-Chef Lutz Schüler dafür gesorgt, dass das Thema wieder hochkommt.
Von der Anga Com in Köln berichtet
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Unitymedia-Chef Lutz SchülerUnitymedia-Chef Lutz Schüler Sollten die Niederlande doch ein Vorbild für den deutschen Markt sein? In unserem westlichen Nachbarland entsteht wie Anfang 2016 bekannt wurde ein Gemeinschaftsunternehmen aus Vodafone und Liberty Global. Für Deutschland wurde ein solcher Schritt - nachdem es Gespräche gab - im Herbst 2015 dann ausgeschlossen. Doch bleibt es dabei? Zumindest hat Unitymedia-Chef Lutz Schüler auf der Anga Com heute sehr launig einen erneuten Vorstoß in die Richtung unternommen. Unitymedia ist die deutsche Tochter von Liberty Global.

Auf der Eröffnungsrunde der Anga Com, die von dem für seine spitzfindigen Fragen bekannten Moderator Claus Strunz moderierten wurde, ließ sich Schüler zumindest zu entsprechenden Äußerungen hinreißen. "Ist das zufällig, dass sie nebeneinander sitzen?", fragte er Schüler und den neben ihn sitzenden Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter. So könne man schließlich direkt entsprechende Fotos machen, wenn es zu einer Fusion käme.

Schüler als das "Enfant terrible" der Runde

Ametsreiter reagierte auf diesen Vorstoß eher reserviert. "Ich glaube, wir sagen da beide nichts zu". Die Antwort war mit Schüler sicherlich nicht abgesprochen, denn er sah das gänzlich anders und bezeichnete sich zuvor selbst schon als das unbequeme "Enfant terrible" der Runde. "Ich sag ja zu allem was", setzte Schüler an und erntete direkt erste Lacher. Er setzte wörtlich fort: "Ich kann Ihnen nur sagen: Früher war ich bei o2. Da haben wir zehn Jahre lang die Frage gehört, wann wir mit E-Plus zusammengehen. Dann war ich drei Jahre weg und die Hochzeit hat stattgefunden. Ich glaube, genau so wird es jetzt auch kommen."

Ob dies nun nur eine launige Äußerung war oder ob es Schülers Absicht war, die Gespräche wieder zu befeuern, weiß wohl nur Schüler selbst. Doch eines ist klar: Langfristig wäre ein solcher Schritt vor allem für Vodafone sinnvoll. Der Anbieter hatte die Festnetzinfrastruktur von Kabel Deutschland übernommen. Allerdings fehlt die Infrastruktur der drei Unitymedia-Bundesländer Hessen, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Diese Infrastruktur dürfte Vodafone jedoch dabei helfen, die Grundlage für das kommende sehr engmaschige 5G-Netz aufzubauen.

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