Erfolgskurs

United Internet: 660 000 neue Kunden im ersten Halbjahr 2013

Prognose nach oben korrigiert - sichere E-Mails im Fokus
Von Hans-Georg Kluge mit Material von dpa
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Firmenzentrale United InternetFirmenzentrale United Internet Der Internetdienstleister United Internet nimmt weiter an Fahrt auf. Im zweiten Quartal beschleunigte sich das Wachstum - das Gewinn­plus hinkt allerdings wegen Investi­tionen erneut hinterher. Aufgrund der hohen Nachfrage erhöhte United-Internet-Chef Ralph Dommermuth die Prognose für das Kunden-Wachstum um zehn Prozent. Er rechnet im laufenden Jahr jetzt mit 1,1 Millionen neuen Verträgen. Sollte dies gelingen, hätte das Unter­nehmen Ende 2013 etwas mehr als 13,1 Millionen Kunden. Im ersten Halbjahr gewann der Konzern aus Montabaur insgesamt etwa 660 000 Verträge und konnte so das Vorjahreshalbjahr übertreffen.

330 000 neue Verträge im Bereich mobiles Internet

United Internet konnte konzernweit 120 000 neue DSL-Verträge abschließen und 330 000 Neu-Verträge für mobiles Internet. Das in der Branche selten gewordene, starke Wachstum setzte sich von April bis Juni fort. Der Umsatz kletterte im zweiten Quartal um 11,4 Prozent auf 653,3 Millionen Euro.

Damit die Wachstumsgeschichte weitergeht, investiert United Internet nach wie vor stark in Werbung für die Webseiten-Bausätze. Dommermuth, selbst größter Anteilseigner des Unternehmens (1&1, GMX, Web.de, united-domains, Fasthosts, InterNetX, Sedo und affilinet), steckt viel Geld in die Hoffnungsträger. Profitabel werden die neuen Geschäftsfelder aber 2013 noch nicht sein.

Die Investitionen drücken auch auf das Ergebnis, der operative Gewinn legte daher nicht so stark zu wie der Umsatz. Unter dem Strich stand im zweiten Quartal ein Konzernergebnis von 38,5 Millionen Euro. Keine genauen Angaben machte United Internet zum durchschnittlichen Umsatz pro Kunde (ARPU) - dieser ist in der Branche aktuell eher rückläufig.

Zufriedener Rückblick, positiver Ausblick

United Internet zeigte sich zufrieden mit dem zurückliegenden Halbjahr. Zur CeBIT 2013 erhielt der Konzern die Zertifizierung für das De-Mail-System. Auch Services rund um die eigene Homepage hat 1&1 ausgeweitet.

Für die kommenden Monate rechnet United Internet mit zahlreichen Registrierungen für die neuen Domains mit generischer Endung. Hier peilt der Konzern bis zu 5 Millionen Reservierungen im zweiten Halbjahr an. Weiteres Wachstumspotenzial sei auf dem Markt für sichere E-Mail-Kommunikation zu finden. Zusammen mit der Telekom soll das Siegel E-Mail Made in Germany etabliert werden.

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