3G

Test: Mobiles Internet über UMTS im Netz der Deutschen Telekom

Wir berichten darüber, welche Erfahrungen wir mit dem UMTS-Netz der Deutschen Telekom gemacht haben. Für unsere Tests waren wir in Hessen, Niedersachsen, Berlin und Brandenburg unterwegs.

Besser sahen die Ergebnisse in den Städten aus, in denen wir weitere Tests durchgeführt haben. So kamen wir in Berlin auf recht stabile 24,34 bis 24,35 MBit/s im Downstream sowie 2,46 bis 2,49 MBit/s im Upstream. Vor allem bei den Pingzeiten merkte man dann deutlich, dass es sich nicht um LTE, sondern "nur" um UMTS handelt. Dabei waren unsere gemessenen Werte von 48 bis 50 ms nicht wirklich schlecht.

In Frankfurt am Main waren die Ansprechzeiten mit 33 bis 45 ms noch etwas besser als in der Bundeshauptstadt. Dafür waren die Download-Übertragungsraten mit 17,32 bis 18,59 MBit/s nicht ganz so hoch wie in Berlin. Auch den Upstream haben wir in der Main-Metropole getestet. Hier lagen die Ergebnisse mit 2,45 bis 2,67 MBit/s auf einem geringfügig höheren Niveau als in Berlin.

Nur einstellige MBit/s-Werte in Fulda

3G-Netzabdeckung der Telekom 3G-Netzabdeckung der Telekom
Foto: Telekom, Screenshot: teltarif.de
Weitere Tests haben wir im osthessischen Fulda und im niedersächsischen Göttingen durchgeführt. Dabei waren die Ergebnisse jeweils nicht ganz so gut wie in den beiden Großstädten. So hatten wir in Fulda nur 2,19 bis 6,48 MBit/s im Downstream zur Verfügung. Im Upstream waren es 1,77 bis 1,81 MBit/s und die Ansprechzeiten lagen bei 56 bis 58 ms.

In Göttingen waren die Download-Messwerte mit 13,48 bis 18,84 MBit/s deutlich besser als in Fulda. An die Ergebnisse in Berlin und Frankfurt am Main kamen sie aber nicht heran. Im Upstream erreichten wir 1,80 bis 2,44 MBit/s. Etwas enttäuschend waren hier vor allem die Ansprechzeiten, die bei 57 bis 70 ms lagen und so dafür sorgten, dass das Surferlebnis in der Praxis nicht so schnell war, wie es die Downstream-Werte eigentlich suggerieren.

Fazit: Vor allem schlechtere Breitband-Abdeckung einschränkend

Für die meisten Nutzer sollten unsere Ergebnisse weitgehend akzeptabel sein. Das gilt insbesondere dann, wenn der Internet-Zugang nur am Smartphone und nicht etwa per Tethering auch am Notebook genutzt wird. Die Performance ist zwar nicht mit einem LTE-basierten Internet-Zugang vergleichbar, oft aber immerhin auf ADSL-Nievau im Festnetz. Einzig die höheren Pingzeiten zeugen eindeutig von einer mobilen Datenverbindung.

Ein echter Nachteil ist die schlechtere UMTS-Netzabdeckung im Vergleich zu LTE. So mussten wir beim Test im hessischen Spessart auf EDGE zurückgreifen, das nun wirklich nicht mehr zeitgemäß ist. Auch in Städten und Ballungsregionen hatten wir innerhalb von Gebäuden teilweise nur GSM und demnach EDGE zur Verfügung, während das 4G-Netz ebenfalls zu empfangen gewesen wäre und einen mobilen Breitband-Internet-Zugang bereitstellen könnte.

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