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Ratgeber: Telefonieren über UMTS nicht immer sinnvoll

Tipps und Tricks zur Nutzung des UMTS-Netzes am Handy
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Im Mai 2004 starteten mit T-Mobile und Vodafone die ersten beiden deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber den Verkauf von UMTS-Handys. o2 und E-Plus zogen im Juli und August des gleichen Jahres nach. Heute ist die überwiegende Mehrheit der verkauften Mobiltelefone UMTS-tauglich.

Für die Nutzung mobiler Datendienste stellt das UMTS-Netz eine deutliche Verbesserung dar. Über GPRS bzw. EDGE im GSM-Netz stehen in Deutschland bislang maximal Download-Raten von bis zu 260 kBit/s zur Verfügung. HSDPA über UMTS bietet bis zu 7,2 MBit/s im Downstream und mit HSPA+ werden sich die Werte noch weiter verbessern. Telefonieren über UMTSTelefonieren über UMTS
Foto: Vodafone

Über UMTS kann man natürlich auch ganz normale Telefongespräche führen - genauso, wie Sie es aus dem GSM-Netz gewohnt sind. Die Handys sind im Auslieferungszustand oft so eingestellt, dass beide Betriebsarten gleichermaßen genutzt werden: Immer dann, wenn das UMTS-Netz verfügbar ist, bucht sich das Handy dort ein. Ansonsten wird auf das GSM-Netz zurückgegriffen.

Höherer Akku-Verbrauch und Netzübergangs-Probleme

In den meisten Fällen können die Kunden mit dieser Standard-Einstellung leben, doch es gibt Ausnahmen, wie die Erfahrungen der teltarif.de-Redaktion auch fünf Jahre nach dem UMTS-Vermarktungsstart noch zeigen. So zeigt sich auch heute noch ein deutlich höherer Akku-Verbrauch, wenn im UMTS-Netz telefoniert wird.

Nach wie vor klappen auch die Netzübergänge zwischen UMTS und GSM im laufenden Gespräch nicht immer. Dieses Problem besteht in allen Netzen und zeigt sich immer dann, wenn man sich während eines Telefonats aus dem UMTS-Funkbereich herausbegibt und im Anschluss nur noch GSM zur Verfügung steht.

In den meisten Fällen können Sie Ihr Gespräch ohne Unterbrechung fortsetzen, wenn das Handy von UMTS zu GSM umschaltet, und in der Regel merken Sie die Umschaltung nicht einmal. Es kommt jedoch auch vor, dass die Verbindung unvermittelt unterbrochen wird, so dass Sie erst nach einer erneuten Anwahl des Gesprächspartners weiter telefonieren können.

Technische Probleme im UMTS-Netz

Probleme ganz anderer Art beobachteten wir in den letzten Jahren bei Messen und Großveranstaltungen. Hier erlebten wir bei Tests zum Teil Netzüberlastungen im UMTS-Netz, so dass keine eingehenden und ausgehenden Gespräche möglich waren, während am gleichen Ort über GSM problemlos telefoniert werden konnte.

Umgekehrt gab es allerdings beispielsweise in einer Silvesternacht auch schon den Effekt, dass das GSM-Netz wie in jedem Jahr hoffnungslos überlastet war, während man über UMTS problemlos telefonieren konnte. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass der gewünschte Gesprächspartner ebenfalls ein nicht überlastetes Netz zur Verfügung hat.

In welchen Fällen sich die UMTS-Nutzung für Handy-Gespräche anbietet, erfahren Sie auf Seite 2.

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