Kurzatmig

Ultrabooks erreichen nicht die geforderte Akkulaufzeit

Im Test waren die Modelle schnell, hielten aber nicht lang genug durch
Von Rita Deutschbein mit Material von dapd
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Ultrabooks sind Geräte, die für Nutzer konzipiert sind, denen die Display-Größe eines Netbooks nicht groß genug ist und die dennoch nicht auf Mobilität verzichten möchten. Der Begriff selbst wurde von Intel geschützt und mit einigen Anforderungen in Sachen Dicke und Akkuleistung an die Hersteller versehen. Die neue Laptop-Generation hat Bildschirm-Diagonalen von etwa 11 bis 14 Zoll, eine äußerst schlanke Bauform, verzichtet jedoch auf ein optisches Laufwerk und hat zudem noch recht hohe Kosten von etwa 800 bis 1 200 Euro. Optisch machen Ultrabooks aufgrund der flachen Bauform und der nicht selten metallisch gehaltenen Oberfläche ordentlich was her.

Ultrabooks erreichen nicht die geforderte AkkulaufzeitUltrabooks machen zu schnell schlapp Die Inneren Werte der neuen Geräte-Klasse hat die Zeitschrift "Computerbild" (Heft 9/2012) nun in einem Test unter die Lupe genommen. Dank eingebauter SSD-Speicher wiesen die schicken Rechner ein recht flottes Arbeitstempo auf. Minuspunkte gab es jedoch für eine zu kurze Akkulaufzeit.

Großes Manko Akkulaufzeit

Angetrieben werden Ultrabooks von Intel-Prozessoren der Sandy-Bridge-Reihe, etwaige Pendants mit AMD-Prozessoren dürfen dagegen nicht Ultrabook heißen. Die in den Geräten verbauten Prozessoren dürfen maximal 17 Watt ihrer Leistung in Wärme umwandeln. Auch müssen alle Modelle WLAN-fähig und im zusammengeklappten Zustand höchsten 2,1 Zentimeter dick sein. Die Akkuleistung sollte fünf Stunden nicht unterbieten.

Weil die von Computerbild getesteten Geräte alle auch mit SSDs ausgestattet waren, wiesen alle Ultrabooks ein hohes Arbeitstempo auf. Sie sind damit deutlich schneller als Netbooks oder Einsteiger-Notebooks. Mit dem Arbeitstempo von Oberklasse-Notebooks könnten Ultrabooks allerdings nicht mithalten, bilanzierten die Tester. Für grafisch aufwendige Spiele taugen die Geräte ebenfalls nicht. Zudem müssen Käufer auf einen DVD-Brenner sowie viele Anschlüsse verzichten. Größtes Manko jedoch sei, dass kein Gerät die von Intel vorgegebene Akkulaufzeit von fünf Stunden erreichte, berichten die Tester.

Sieger wurde das Portégé Z830-10K von Toshiba für rund 1 200 Euro. Es punktete mit hohem Arbeitstempo, entspiegeltem Display, Tastenbeleuchtung und UMTS. Nur der SSD-Speicher mit 120 GB war nach Ansicht der Tester etwas zu klein. Das überzeugendste Design mit Alu-Gehäuse und klaren Linien weist nach Einschätzung der Tester das MacBook Air von Apple für rund 1 199 Euro auf. Die Geräte von Acer, HP und Samsung landeten beim Thema Design auf den letzten Plätzen.

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